Themenspecial Reise und Roaming sparen

So sparen Sie beim mobilen Internet im Ausland

Daten-Roaming ist teuer, Auslands-Optionen machen die Kosten etwas erträglicher
Von Anja Zimmermann
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SIM-Karten-Anbieter wie Untited Mobile [Link entfernt] , Tourist Mobile oder ICQ-SIM [Link entfernt] bieten ihren Kunden nicht nur die Möglichkeit, international günstige Handygespräche zu führen, sondern bieten zum Teil auch Datenoptionen an, die mit dem Laptop genutzt werden können. Mit United Mobile zum Beispiel ist es möglich, für 99 Cent je Megabyte im Internet zu surfen. Nutzern der SIM-Karte von ICQ berechnet der Anbieter für diesen Dienst in bestimmten Ländern nur 1,17 Euro pro Megabyte . Damit liegen sie vom Preis her wesentlich günstiger als die Standard-Tarife der Netzbetreiber, obwohl bei United Mobile zusätzlich 39 Cent pro Session und den anderen erwähnten Anbietern 39 Cent pro Tag berechnet werden. Die Bestellung der SIM-Karten ist über das Internet möglich, der Preis reicht von rechnerisch kostenlos bis hin zu 29,90 Euro wobei aber 10 Euro als Startguthaben enthalten sind.

Übersicht Datenpreise bei Auslands-Discountern

Discounter (Auswahl)
(Preise in Euro)
Stand: 03.07.2008
united mobile icq TouristMobile
Data SIM Card SIM Travel SIM PRO
Abrechnungsschritte 100 kB 333 kB 100 kB
Preis pro MB Bulgarien, Kroatien, Dänemark, Finnland, Ungarn, Italien, Österreich, Portugal, Serbien & Montenegro, Slovenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien 0,99 1,17 1,39
Südafrika 1,09 1,17 1,39
Türkei, USA 1,09 - -
Weitere Länder 14,90 - -
Zusätzliche Kosten Pro Session 0,39 - -
Pro Tag - 0,39 0,39

Eine vor Ort gekaufte Prepaid-Karte ist als Alternative denkbar, allerdings lohnt sich eine ausländische SIM-Karte meist nur für Urlauber, die länger bleiben oder öfter an das gleiche Ziel fahren. Das Guthaben verfällt nämlich häufig innerhalb eines Jahres. In der Regel sind Anrufe "nach Hause" damit aber günstiger als mit einer deutschen SIM-Karte. Auch hier sollte man sich über die Tarife nach Möglichkeit im Vorfeld erkundigt haben oder auf Empfehlung von Einheimischen vertrauen. Hierzu werden wir Ihnen demnächst einen ausführlichen Überblick bieten.

Push-E-Mail-Dienste optimal konfigurieren oder ausschalten

Unabhängig davon, für welchen Tarif sich der Nutzer im Ausland entscheidet, können durch die richtige Konfiguration der Geräte Kosten gespart werden. Auch auf Wandertour erreichbar sein
Bild: o2
GSM und UMTS-Geräte sind vom Hersteller oft so eingestellt, dass sie bereits nach kurzer Leerlaufzeit die Datenverbindung trennen. Wenn das Gerät jetzt automatisch alle fünf Minuten die E-Mails prüft, wird dafür jedes Mal ein neuer Datenblock abgerechnet. Je nach Anbieter sind das dann 10 bis 100 kB. Alle fünf Minuten ein Datenblock bedeutet, dass in einer Stunde 12 Datenblöcke abgerechnet werden obwohl davon jeweils nur minimale Daten überhaupt benutzt wurden. Wenn man die Push-E-Mail-Dienste nicht umbedingt braucht, sollten diese vor Antritt der Reise deaktiviert werden, denn das spart am meisten Geld.

Internet-Cafés und Hotspots

Bei den Reisevorbereitungen sollte jeder Urlauber daran denken, was er am Urlaubsort wirklich benötigt: Neben ausreichend Unterwäsche und Sonnencreme sollte sich deshalb ein Urlauber, der regelmäßig seine E-Mails lesen möchte, auch darüber informieren wo er am Urlaubsort eine kostengünstige Möglichkeit dazu hat. Nutzer, die ein WLAN-fähiges Handy oder ein Notebook mit in den Urlaub nehmen, finden in Hotels, an Bahnhöfen, Flughäfen und in Touristen-Informationszentren WLAN-Hotspots vorhanden. Oft sind diese Hotspots kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr nutzbar. Wenn Hotspotkosten anfallen, erscheint direkt nach Start des Browsers die Startseite des Anbieters, die über alle Modalitäten aufklärt. Bezahlt wird dann zum Beispiel per Kreditkarte oder über die Zimmerrechnung im Hotel. In beliebten Touristen-Gegenden gibt es auch zahlreiche Internetcafés, die mit besonders günstigen Preisen die Kunden anlocken. Oft besteht hier auch die Möglichkeit, zu günstigen Konditionen nach Deutschland zu telefonieren.

WLAN-Netze und Internetcafés am Urlaubsort
Über Internetsuchmaschinen kann man sich vorab informieren, ob es am Urlaubsort die Möglichkeit gibt, ein WLAN-Netz oder ein Internetcafé zu nutzen. Eine Auswahl an Links haben wir für Sie zusammengestellt:
Allerdings sollten Sie in ausländischen Internetcafés und beim Nutzen einer WLAN-Verbindung vorsichtig mit sensiblen Daten umgehen. Da die dort stehenden Rechner öffentlich zugänglich sind, Urlauber unter'm Sonnenschirm
Quelle: Vodafone
können Datendieben leicht an persönliche Informationen wie Benutzername und Passwörter anderer Leute gelangen. Vor allem sollte darauf geachtet werden, dass Passwörter nicht gespeichert werden und am Ende einer Surfsession der Cache und der Verlaufsordner geleert werden sollte, damit nachfolgende Nutzer die Eingaben nicht nachverfolgen können oder sogar Zugriff auf den Freemail-Account erlangen.

Ein Tarifcheck kurz vor der Abreise ist nötig

Jeder Mobilfunkkunde, der im Ausland Urlaub macht, sollte sich vor Abreise fragen, ob er wirklich auf die mobile Datennutzung im Ausland angewiesen ist. Wenn er nach Abwägung bestehender Alternativen wie die Nutzung von WLAN-Hotspots und Internetcafés zu dem Schluss kommt, mit seinem Handy im Internet zu surfen, ist es ratsam, sich vor Reiseantritt mit den Mobilfunkkonditionen und Tarifen für das entsprechende Land auseinander zu setzen. Viele Anbieter geben ihre Preise für Ländergruppen an, doch bleibt es ihnen vorbehalten, die Länder die diese Gruppen beinhalten zu tauschen.

Checkliste: Mit dem Handy in den Urlaub
  • Kosten für alle Dienste, die ich im Urlaubsland nutzen möchte, beim Mobilfunkanbieter abfragen
  • Selbständig ausmisten: Welche Dienste brauche ich im Ausland wirklich?
  • Den Handy-Browser bereits zu Hause entsprechend konfigurieren
  • Passende Kabel, Stecker oder Netzteile besorgen
  • Sinnvolle Lesezeichensammlungen zusammenstellen, um Onlinezeit zu verkürzen
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