eingeschränkt

T-Mobile will Internet-Dienste fürs iPhone beschneiden

Außerdem offizielle Information zum iPhone-Upgrade für Bestandskunden
Kommentare (6438)
AAA
Teilen

Von den T-Mobile-Datentarifen bekannt ist die Einschränkung, dass der mobile Internet-Zugang nicht für Voice-over-IP und Instant Messaging genutzt werden darf. Bislang waren diese Dienste für Besitzer eines Apple iPhone offiziell nicht nutzbar. VoIP und Messaging waren nicht Bestandteil des Betriebssystems und zusätzliche Anwendungen konnten nicht ohne einen vom Hersteller nicht autorisierten Eingriff in die Firmware installiert werden.

Das ändert sich mit der Markteinführung des iPhone 3G am 11. Juli. Parallel ist auch mit der Einführung der neuen iPhone-Firmware 2.0 zu rechnen, die neben der Unterstützung für Microsoft Exchange unter anderem auch den AppStore von Apple bietet, der auch die Installation von Software externer Hersteller ermöglicht.

Dabei ist es zu erwarten, dass auch VoIP- und Messaging-Tools angeboten werden, zumal es solche Anwendungen auch bisher schon gab - wenn auch nicht offiziell und nur für Geräte, die von ihren Besitzern gehackt wurden, so dass es möglich war, Fremd-Anwendungen zu installieren. Wir fragten nun bei T-Mobile nach, wie der Netzbetreiber auf die neue Situation reagiert.

T-Mobile: "VoIP, Messaging und Peer-to-Peer gehören nicht zum Leistungsumfang"

Die Pressestelle der Telekom-Mobilfunktochter erklärte, VoIP, Instant Messaging und Peer-to-Peer seien nicht im Leistungsumfang der Complete-Tarife enthalten. Das gehe auch aus dem "Kleingedruckten" zu den Tarifbestimmungen hervor. Die Beschränkung gelte nur für die Nutzung über GPRS und UMTS, nicht für die mögliche Nutzung an WLAN-Hotspots.

Wie die Pressestelle weiter erklärte, werde Apple im AppStore keine VoIP-Anwendungen anbieten, die neben WLAN auch über das Mobilfunknetz genutzt werden können. Die Pressestelle räumte ein, dass es möglich sei, dass Kunden ihr Gerät hacken und Internet-Telefonie auch über UMTS nutzen. T-Mobile behalte sich aber vor, die Nutzung netzseitig zu unterbinden.

VoIP via UMTS sieht T-Mobile vor allem deshalb problematisch, da dadurch die Netzqualität leiden könnte - insbesondere wenn mehrere Kunden in der gleichen Funkzelle derzeit trafficintensive Anwendungen nutzen. Es stellt sich allerdings die Frage, wozu die Kunden überhaupt ein Breitband-Mobilfunknetz zur Verfügung gestellt bekommen, wenn sie dieses für verschiedene Dienste nicht nutzen sollen oder können.

Auch die Streaming-Nutzung verursacht beispielsweise die Übertragung größerer Datenmengen. Dennoch schließt T-Mobile das Streaming, das mit Diensten wie FlyTunes und Soma FM auch heute schon ohne Jailbreak nutzbar ist, nicht aus.

1 2 letzte Seite
Teilen

Weitere Meldungen zum Apple iPhone und Apple iPhone 3G