Themenspecial Reise und Roaming zu teuer

EU-Kommission erhöht Druck auf Mobilfunkkonzerne

Reding: SMS-Roaming-Verordnung notfalls bis Ende des Jahres verabschiedet
Von ddp / Thorsten Neuhetzki
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EU-Kommissarin Viviane Reding erhöht den Druck auf die Mobiltelefonkonzerne, die Preise für SMS und Datendienste im Ausland spürbar zu senken. Für den Fall, dass sie die Preise nicht selbst ausreichend reduzieren, droht Reding den Unternehmen mit EU-Vorgaben bereits in diesem Jahr. "Wenn nötig, dann ist die SMS-Roaming-Verordnung bis Jahresende verabschiedet", sagte die EU-Kommissarin der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). An diesem Montag läuft die entscheidende Frist aus.

Die Kommissarin hat die Telefonkonzerne aufgefordert, bis zum 30. Juni günstigere Tarife anzubieten. "Es ist noch sehr teuer, eine SMS aus dem Ausland zu verschicken", beklagte Reding. "Verbraucher zahlen beim Roaming im Durchschnitt 28 Cent pro SMS. Die 28 Cent sind weit entfernt von den zehn bis zwölf Cent, die das eigentlich kosten dürfte", erläuterte die EU-Kommissarin.

Unzufrieden ist Reding auch mit den Preisen für den Datenabruf im Ausland. In einigen EU-Staaten koste der Dienst elf Euro pro Megabyte. "Das ist in keiner Weise verhältnismäßig - bezogen auf die tatsächlichen Kosten von unter einem Euro", betonte sie und ergänzte: "Solche Verbraucherabzocke darf nicht sein."

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