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Firefox 3 jetzt kostenlos verfügbar

Mozilla Corp. will mit Downloadraten des Firefox 3 ins Guinessbuch der Rekorde
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Der Rekordversuch der Entwickler des "Firefox" hat mit einem Fehlstart begonnen: Der Ansturm auf die neue Version des Internet-Browsers legte gestern Abend zunächst die Server lahm. Es dauerte etwas mehr als eine Stunde länger, bis die Downloads von Firefox 3 beginnen konnten. Im Schnitt sei Firefox 3 dann aber mehr als 14 000 Mal pro Minute heruntergeladen worden, berichtete die Entwicklergemeinde um die Mozilla Corp. heute. Mozilla hatte angekündigt, mit einer Rekordzahl an Downloads eines Programms in den ersten 24 Stunden ins Guinness Buch der Rekorde kommen zu wollen. Die Zeit soll nun erst vom tatsächlichen Start der Downloads gestoppt werden. Die Version drei des populären Browsers steht unter www.getfirefox.com kostenlos zum Download bereit - für Windows, Mac OS X und Linux. Bereits während der ersten Stunden bis heute früh wurde die neue Version des Browsers 4,5 Millionen Mal angefordert.

Der Browser stellt Websites zwei- bis dreimal schneller dar als sein Vorgänger. Zu den weiteren zentralen Funktionen des jüngsten Firefox 3 zählt ein neuer Schutz gegen Schadprogramme und Phishing-Angriffe auf den Rechner. So sollen etwa Seiten, von denen bekannt ist, dass über sie bereits Viren, Trojaner oder Spionageprogramme verbreitet wurden, gar nicht erst dargestellt werden. Sie werden in einer halbstündlich aktualisierten sogenannten Blacklist verzeichnet.

Die meisten Schadprogramme kommen über den Browser auf den Rechner

Nach Angaben des IT-Sicherheitsexperten Maik Morgenstern vom Unternehmen AV-Test aus Magdeburg sollten sich Nutzer allerdings nicht ausschließlich auf diese Funktionen stützen und stattdessen zum Beispiel auch ein Virenschutzprogramm installieren. Deren Hersteller könnten nicht zuletzt schneller auf neue Bedrohungen reagieren. Die neuen Firefox-Sicherheitsfunktionen böten aber durchaus einen Mehrwert, "denn die meisten Schadprogramme kommen schon über den Browser auf den Rechner."

Neu sind nach Angaben der Mozilla Foundation auch die intelligente Adressleiste "Awesome Bar" sowie etliche Möglichkeiten beim Taggen - also dem Verschlagworten - sowie dem Bookmarken von Webseiten. Außerdem gibt es jetzt einen Zoom, mit dem sich jeder Bereich einer Homepage markieren und innerhalb weniger Sekunden zur besseren Les- oder Sichtbarkeit vergrößeren lässt.

Erweiterungen sollen zum Beispiel das Hochladen von Fotos und die Teilnahme an Onlineauktionen vereinfachen, oder sie spielen im Browser Musik ab. Mehr als 5 000 solcher Add-ons besitzt der neue Firefox den Angaben zufolge. Wer mehrere davon nutzen will, kann mit Hilfe des Add-on-Managers für Übersicht sorgen. Maik Morgenstern empfiehlt Surfern, die solche Erweiterungen gern nutzen, die Add-ons des neuen Firefox anderen aus unbekannter Quelle vorzuziehen: "Denn man kann davon ausgehen: Wenn etwas im Paket von Mozilla mit drin ist, dann ist es geprüft und erfüllt gewisse Standards."

Einen Eindruck des neuen Browsers können Sie sich in unserem Test-Bericht zum neuen Firefox verschaffen.

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