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Auch HanseNet kündigt Flatrate-Kunden

Kündigungen von Auslandsflat erfolgen regulär zum nächstmöglichen Termin
Von Thorsten Neuhetzki
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Derzeit häufen sich in der teltarif-Redaktion und in einschlägigen Online-Foren die Beschwerden von HanseNet-Kunden, die eine Kündigung ihres Anbieters erhalten haben. Ihnen wurde die zum Anschluss hinzugebuchte Auslands-Flatrate gekündigt, der Telefonanschluss samt DSL-Zugang bleibt davon jedoch unberührt. Die Kündigung erfolgte dabei nicht fristlos, sondern unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

Auf Anfrage der teltarif-Redaktion wollte man bei HanseNet nicht von einer Kündigungswelle sprechen. Man kündige immer wieder einzelnen Kunden, es habe aber keine spezifische Kündigungswelle gegeben, so eine Sprecherin des Unternehmens. Die Kündigungen könnten unterschiedliche Gründe haben. Dabei könne es sich je nach Fall um Kapazitätsprobleme, kundenspezifische Angelegenheiten oder andere Gründe handeln. Detaillierte Gründe wollten die Hamburger werder allgemein noch in einzelnen Fällen angeben. "Genau so wie uns die Kunden bei einer Kündigung nicht mitteilen müssen, warum sie kündigen, müssen wir das auch nicht", hieß es auf Anfrage aus der Unternehmenszentrale.

Rechnerischer Türkei-Minutenpreis bei unter einem Cent

Zu vermuten ist, dass die betroffenen Kunden von HanseNet die Flatrate überstrapaziert haben. In einem der Redaktion bekannten Fall wurde nach Angaben des Kunden monatlich im Schnitt ein Gesprächsvolumen von 30 Stunden monatlich mit Gesprächen in die Türkei erreicht. Das entspräche einer Stunde täglich - für einen möglicherweise größeren türkischen Haushalt sicher nicht viel. Der rechnerische Minutenpreis wäre bei 30 Stunden und einem Optionspreis von 14,90 Euro bei unter einem Cent. Call-by-Call-Tarife liegen bei 2 Cent und mehr.

Erst vor einiger Zeit war bekannt geworden, dass auch der Mobilfunkdiscounter congstar einigen seiner Kunden ordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt hatte. Gegen diese Kündigungen hat der Kunde praktisch kaum eine Chance sich zu wehren, denn bei Vertragsabschluss hat er der kurzen Vertragslaufzeit von nur einem Monat zugestimmt. So gut diese für den Kunden ist, so schnell kann aber auch der Anbieter wieder kündigen.

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