kein-DSL

Ganz dem Breitband für jedermann verschrieben

Die Initiative kein-DSL setzt sich für unfreiwillige Schmalbandnutzer ein
Von Anja Zimmermann
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Viele Leute ärgern sich, dass es in ihrer Straße oder sogar bloß ihrer Wohnung kein DSL-Anschluss oder eine breitbandige Alternative verfügbar ist. Andere bekommen zwar einen solchen Anschluss, doch mit geringerer Geschwindigkeit als gewünscht. Die Interessengemeinschaft kein-DSL setzt sich seit nunmehr fünf Jahren dafür ein, dass auch unrentabel erscheinende Gegenden mit Breitband-Internet abgedeckt werden und so jeder Einwohner einen schnellen Internetanschluss bekommen kann. Nach ihren Angaben sind vor allem im ländlichen Raum aber auch in einigen Ballungsgebieten noch zwischen 700 und 2 500 Gemeinden bzw. mindestens fünf Millionen Einwohner ohne schnellen Internetzugang.

Die Initiative kein-DSL bietet mit dem Schmalbandatlas eine Art Internet-Plattform an, auf der sich jeder eintragen kann, der zu Hause keinen Breitbandanschluss oder nicht die gewünschte Bandbreite bekommt. So soll unabhängig von Staat und Telekommunikationsfirmen ermittelt werden, wo ein Netzausbau nötig wäre. Bislang seien 25 000 Datensätze in der Datenbank registriert, teilt die Initiative mit. Da in enger Kooperation mit Anbietern gearbeitet werde, wurden Möglichkeiten zur Optimierung von Anschlüssen ausgelotet, so dass Vorteile wie "always-on", günstigere Tarife, Flatrates und höhere Bandbreiten in vielen Fällen möglich wurden. Ein Eintrag im Schmalbandatlas bedeutet natürlich keine Gewähr, dass bald an diesem Ort das DSL-Netz ausgebaut wird, soll aber Betroffenen die Hoffnung geben, dass gemeinsam etwas erreicht werden kann.

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