Markt

EU nimmt Kostensenkung für SMS- und Daten-Roaming in Angriff

Öffentliche Anhörung zur Notwendigkeit einer Preisobergrenze gestartet
Von AFP / Björn Brodersen

Handynutzer können auf sinkende Preise für SMS und die mobile Internetnutzung im Ausland hoffen. Die EU-Kommission startete heute eine mehrwöchige öffentliche Anhörung zur Notwendigkeit einer Preisobergrenze für diese Dienste. EU-Medienkommissarin Viviane Reding hat bereits mehrfach eine entsprechende Verordnung angekündigt, sollten die Handynetzbetreiber ihre Tarife nicht bis zum 1. Juli deutlich senken. Zurzeit zahlen Verbraucher für Datenverbindungen im Ausland zwischen 5 und 14 Euro pro Megabyte. Im vergangenen Sommer hatte die EU-Kommission bereits die Preise für Handy-Gespräche im Ausland begrenzt.

Eine Preisobergrenze für Datenverbindungen, die etwa für Internet und für MMS-Nachrichten benötigt werden, ist umstritten, da sich viele dieser Dienste noch in der Entwicklung befinden. Der Mobilfunkanbieter E-Plus hatte allerdings kürzlich angekündigt, zum Start der Sommerferien seine Preise für die mobile Internetnutzung in neun europäischen Ländern senken zu wollen. Kunden des drittgrößten deutschen Mobilfunkers sollen dann nur noch 50 Cent pro Megabyte Daten bezahlen. Zuvor hatte sich das Unternehmen mit Partnerfirmen auf einen Großhandelspreis von 25 Cent pro Megabyte geeinigt.

Weitere Artikel zum Thema Regulierung des Roamings durch die EU

Weitere Artikel zum Thema Datenroaming