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T-Mobile USA startet mit UMTS-Mobilfunknetz

Neues Handynetz für schnelle Datenübertragung hatte gestern Premiere
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Schon im Jahr 2006 hat der amerikanische T-Mobile-Ableger neue Frequenzen ersteigert, die für ein UMTS-Mobilfunknetz genutzt werden sollen. Eigentlich sollte der Netzaufbau längst begonnen werden. Es dauerte jedoch länger als erwartet, die bisherigen Nutzer der ersteigerten Frequenzen davon zu überzeugen, dass T-Mobile neuer Eigentümer der Kapazitäten ist.

Gestern hatte das Netz nun Premiere. Versorgt wird allerdings derzeit nur New York City. Im Laufe des Jahres sollen weitere 20 bis 25 Ballungszentren mit dem Netz versorgt werden, das vor allem schnelle mobile Datenübertragungen ermöglichen soll. Als Handys werden derzeit unter anderem die Nokia-Modelle 6263 und 3555 angeboten. Weitere Geräte sollen im Sommer auf den amerikanischen Markt kommen. Damit sind nach T-Mobile-Angaben Datenübertragungsraten von bis zu 600 kBit/s möglich.

In Europa starteten die UMTS-Netze vor mehr als vier Jahren mit Übertragungsraten von maximal 384 kBit/s. Dank der HSDPA-Technik werden inzwischen Downloadraten von bis zu 3,6 MBit/s erreicht. Einige Hotspots lassen bereits Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s zu. Für einen schnellen Upstream sorgt inzwischen die HSUPA-Technik, mit der zurzeit rund 1,4 MBit/s erreicht werden.

T-Mobile USA setzt für sein UMTS-Netz Frequenzen im Bereich von 1 700 und 2 100 MHz ein. Das Unternehmen hofft, durch die Einführung des 3G-Standards gegenüber Mitbewerbern wie AT&T, Sprint und Verizon Wireless konkurrenzfähiger zu werden. Die Mitbewerber bieten bereits schnelle mobile Datenübertragungen in ihren Netzen an.

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