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Navigation: Die neuen TomTom-PNDs im kurzen Test

Top-Navis GO 930 T und GO 730 T ab Montag erhältlich
Von Marc Thorwartl
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Kein anderer Hersteller hat so konsequent auf die mobile Navigation gesetzt wie die innovative TomTom-Schmiede in Amsterdam. Mit Erfolg: Die Holländer sind bei den Verkaufszahlen im PND-Bereich die Nummer eins in Europa. Ab Montag kommen gleich zwei neue Geräte in den Fachhandel: Das Flaggschiff TomTom GO 930 T und die kleinere Variante TomTom GO 730 T. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen besteht hauptsächlich im mitgelieferten Kartenmaterial. Während der 730 T die Navigation durch Europa ermöglicht, lotst der 930 T auch durch die Weiten Nordamerikas. Zudem besitzt er eine Bluetooth-Fernbedienung.

Die Bezeichnung "T" in den Gerätenamen steht für Traffic - TomTom trägt der zunehmenden Verkehrsbelastung Rechnung und versucht, durch diverse Features die Blechlawinen am Laufen zu halten und Staus zu umgehen. Deshalb ist im Kaufpreis von 499 Euro für den 930 T und 449 Euro für den 730 T auch ein lebenslanges Abonnement des kostenpflichtigen TMCpro-Dienstes (Traffic Message Channel) enthalten. Dabei handelt es sich um Informationen über aktuelle Verkehrsbelastungen, die meist von privaten Unternehmen über externe Verkehrsmeldesysteme ins System gespeist werden und aktueller, schneller, zuverlässiger und genauer arbeiten als der kostenlose TMC-Dienst.

Flexible Routenkalkulation bringt bessere Ergebnisse

Selbstverständlich können damit nicht alle Staus rechtzeitig erkannt und gemieden werden, diverse Tests in Fachmagazinen haben aber gezeigt: TMC meldet ungefähr zwei Drittel aller Staus, TMCpro gut drei Viertel. Den TMCpro-Dienst verwendet TomTom zusätzlich noch für sein neuestes Feature, die so genannte IQ-Routes-Technologie. Bisher erfolgte die Berechnung der Routen und Ankunftszeiten über feste Parameter. In der Stadt wurde dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30, auf Landstraßen von 70 und auf den Autobahnen von 100 Stundenkilometern angesetzt, unabhängig davon, ob diese Geschwindigkeiten auch tatsächlich erreicht werden konnten. IQ-Routes übernimmt jetzt die Daten der Messfühler der TMCpro-Dienste und lässt sie in die Routenkalkulation mit einfließen. Somit wird die tatsächliche Ankunftszeit am Bestimmungsort noch genauer errechnet und die dynamische Zielführung der aktuellen Verkehrslage angepasst, so dass wirklich immer die cleverste Strecke zum Ziel errechnet wird, auch wenn sie über die Bundesstraße anstatt über die Autobahn führt.

Einfache Bedienung auch über Sprache

Ansonsten sind die beiden PNDs mit allem ausgestattet, was in dieser Preisklasse "State of the Art" ist. 4,3-Zoll-Touchscreen, Fahrspurassistent, MP3-Player, Bildbetrachter und die Bluetooth-Freisprechanlage. Trotz der Vielfalt an Features lassen sich beide PNDs intuitiv und problemlos bedienen. Hilfreich sind dabei die Tipps, die auf dem Display auftauchen und jederzeit angefordert werden können. Dank der verbesserten Positionsbestimmung ist jetzt sogar die Routenführung in kürzeren Tunneln möglich, obwohl dort kein Sichtkontakt zwischen GPS-Empfänger (Global Positioning System) und Satelliten besteht.

Besonders hervorzuheben ist die Zieleingabe über Sprachsteuerung. Egal ob im klassischen Hochdeutsch oder mit schwäbischem Dialekt eingefärbt, sowohl die Stadt als auch die anvisierte Straße werden in fast allen Fällen erfolgreich erkannt, bei phonetischen Ähnlichkeiten bietet TomTom auf dem Display eine Liste der in Frage kommenden Ziele an.

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