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Erneut Gerüchte um UMTS-Modell des Apple iPhone

Außerdem iPhone-Verkauf erstmals auch in der Schweiz
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Schon im letzten Herbst kündigte Apple-Chef Steve Jobs für Ende 2008 eine UMTS-Variante des iPhone an. Seitdem gab es immer wieder Gerüchte über die Markteinführung der zweiten iPhone-Generation. Optimisten hofften, dass ein solches Handy schon im Januar auf der MacWord Expo vorgestellt wird. Diese Hoffnungen zerschlugen sich, doch nun gibt es erste konkrete Hinweise darauf, dass die UMTS-Version des Apple iPhone in den nächsten Monaten auf den Markt kommen wird.

So soll Apple nach Angaben des Gartner-Analysten Ken Dulenay, der sich auf asiatische Quellen beruft, bereits den Startschuss für das iPhone mit UMTS-Funkmodul gegeben haben. Zehn Millionen Geräte soll der Konzern demnach in Auftrag gegeben haben. Branchenberichten zufolge ist das neue iPhone mit einem OLED-Display ausgestattet, das sehr stromsparend ist. Das würde den Mehrbedarf an Akku-Kapazität, die im UMTS-Modus zu erwarten ist, zumindest teilweise ausgleichen.

Markteinführung ungewiss

Wann das UMTS-Modell auf den Markt kommt, ist allerdings nicht bekannt. Von den bisherigen iPhone-Modellen, die Datenübertragungen im Mobilfunknetz nur mit EDGE-Geschwindigkeit unterstützen, sollen bis zum Jahresende zehn Millionen Geräte abgesetzt werden. Dabei läuft der Verkauf in Europa bislang nicht ganz so gut wie erhofft. Ein Grund dafür könnte die fehlende UMTS-Schnittstelle sein.

Allerdings gibt es zum Teil offenbar auch logistische Probleme. So ist das 16-GB-Modell des Apple iPhone bereits in mehreren Ländern ausverkauft. Die Netzbetreiber hoffen auf eine Nachlieferung in der zweiten April-Hälfte. Selbst in den USA müssen die Kunden zum Teil eine Woche auf ihre Geräte warten.

Schweizer Einkaufszentrum verkauft Original-iPhone und Nachbauten

In der Schweiz ist das iPhone bislang nicht offiziell erhältlich. Interessenten haben sich bislang Geräte aus dem Ausland besorgt und illegal entsperrt, um die Handys in den schweizerischen Netzen verwenden zu können. Nun verkauft mit Volkiland in Volketswil erstmals auch ein Einkaufszentrum in der Schweiz selbst das Apple iPhone.

Nach einem Bericht des Online-Portals 20minuten ist die 8-GB-Variante des Multimedia-Handys für 999,80 Franken (umgerechnet 635 Euro) zu bekommen. Auch das 16-GB-Modell wird angeboten. Dafür müssen die Käufer 1250,80 Franken (knapp 800 Euro) investieren.

Die iPhones sind zur Nutzung in den schweizerischen Netzen freigeschaltet. Da dies nur über einen nicht vom Hersteller autorisierten Eingriff ins Gerät möglich ist, haben die Handys keine Hersteller-Garantie mehr. Volkiland bietet nach Angaben von 20minuten den Käufern nun selbst eine einjährige Garantie an.

Neben den Original-Geräten werden auch Plagiate aus China feilgeboten. Diese sind mit Preisen ab 315 Franken (200 Euro) deutlich günstiger als die Original-Geräte. Allerdings ist auch der Funktionsumfang eingeschränkt. YouTube, GoogleMaps und eine E-Mail-Software werden die Käufer vergeblich suchen.

Apple Schweiz will dem Bericht von 20minuten zufolge seine Rechtsabteilung einschalten, sobald das Unternehmen von Plagiaten Kenntnis hat. Gegen den Verkauf der Original-iPhones, die aus dem Ausland eingeführt wurden, sei man allerdings machtlos. Solange die Geräte mit einem offiziellen Vertrag beispielsweise aus Deutschland oder Frankreich genutzt werden, sei dies sogar völlig legal. Ein Eingriff ins Betriebssystem, der zur Freischaltung für alle SIM-Karten erforderlich ist, verstoße allerdings gegen die Lizenzbestimmungen, so dass die Gewährleistungsansprüche verfallen.

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