getestet

Mobiles Breitband: web'n'walk Stick III im Test

USB-Stick unterstützt bis zu 7,2 MBit/s Down- und 2 MBit/s Upstream
Von Thorsten Neuhetzki
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Bereits Anfang Februar testeten wir den von T-Mobile im Rahmen der neu eingeführten DayFlat massiv promoteten web'n'walk-Stick mit 3,6 MBit/s Downstream vom Hersteller Option. Mittlerweile gibt es bei T-Mobile zumindest für Vertragskunden schon den Nachfolger des schwarzen HSDPA-Sticks. So sehr, wie uns der erste Stick begeistert hat, so groß waren die Erwartungen an den neuen HSDPA-Stick vom Hersteller Huawei, der in schlichtem weiß daher kommt und neben HSDPA mit 7,2 MBit/s auch noch HSUPA unterstüzt und schnellere Uploads ermöglichen soll. Wir haben den neuen web'n'walk-Stick III getestet.

Im Unterschied zum schwarzen Stick kommt der weiße nicht in einer Papp-Schachtel, sondern in einer DVD-Hüllen-ähnlichen Verpackung ins Haus. Deutlicher Vorteil für den "neuen". Denn in dieser Verpackung lässt sich der Stick besser transportieren. Die Pappschachtel würde nach einiger Zeit in der Laptop-Tasche sicher nur noch aus Fetzen bestehen. Doch Punktverlust beim Auspacken und Anschließen: Im Gegensatz zum schwarzen Stick von Option kann der Nutzer beim weißen Stick von Huawei die Kappe, die den USB-Anschluss des Sticks schützt, nicht auf die Rückseite des Sticks aufstecken. Hier besteht potenziell die Gefahr, die Kappe zu verlieren. Auch das Einlegen der SIM-Karte funktioniert durch die Huawei-typische Schublade nicht so einfach wie bei Option.

Software zeigt Geschwindigkeit und Verbrauch an

Auf unserem Testrechner war noch die Software des schwarzen Option-Sticks installiert. Mit ihr war der neue HSUPA-Stick von Huawei nicht in Betrieb zu nehmen. Nach einer Deinstallation der alten Software klappte die Inbetriebnahme des neuen Sticks von Huawei aber ohne Probleme und die installierte Software konnte wieder punkten. Sie ist deutlich umfangreicher als die von Option: Der Nutzer hat die Chance, nachzuvollziehen, wieviel Datentraffic er am Tag, im Monat und im Jahr verursacht hat. Auch kann er sich eine Statistik anschauen, wie schnell seine Datenverbindung in den letzten Minuten war. Für die aktuelle Downloadrate zeigt die Software sogar die genauen Werte an. In den Optionen lässt sich zudem einstellen, dass man über einen anderen APN online gehen möchte - etwa wenn man eine andere SIM-Karte einlegt.

Der Praxiseinsatz: Messetrubel in Hannover

Die Software des web'n'walk-Stick III
Bild: teltarif.de
Der Test-Stick erreichte die Redaktion während der CeBIT in Hannover. Hier machte der Stick eine gute Figur. Auf dem Messegelände und im Pressezentrum erreichten wir Downloadraten von 5 bis 6 MBit/s. Das ist eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass wir vermutlich nicht die einzigen warten, die über die dortigen Basisstationen entsprechenden Traffic generiert haben. Auch beim Thema HSUPA machte der Huawei-Stick eine gute Figur. Zahlreiche als ZIP komprimierte Bilder fanden über die Luftschnittstelle und das HSUPA-Netz von T-Mobile den Weg in die Berliner Redaktion. Der Wert im Upload lag hier im Praxistest bei etwa 1 MBit/s, blieb aber auch stabil als sich der Laptop samt Stick hochkant in einen Rucksack gesteckt auf den Weg durch die Messehallen machte.

Zurück in Berlin aber enttäuschte dann mehr das T-Mobile-Netz als der HSUPA-Stick von Huawei. Mitten in Berlin kamen wie nicht über 300 kBit/s im Upstream hinaus. Und auch im Downstream konnten wir keinen Unterschied zum zuvor getesteten Stick von Option feststellen: Knappe 2 MBit/s Bandbreite war abgesehen von einigen Spitzen das Maximum, das wir dem Stick bzw. dem Netz entlocken konnten.

Fazit: Einige Schönheitsfehler aber solides Produkt - bei entsprechendem Netz

Der web'n'walk-Stick III
Foto: teltarif.de
Abschließend gilt es zu sagen, dass der weiße HSUPA-Stick von Huawei gegenüber dem schwarzen Stick von Option sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Alles in allem wusste der web'n'walk-Stick III im Test der teltarif-Redaktion aber zu begeistern. Vor allem im Praxistest auf der Messe machte er durch die enormen mobilen Bandbreiten eine gute Figur. Jenseits des aufgerüsteten Netzes unterscheidet er sich aber nur marginal von der 3,6-MBit/s-Variante von Option. Hier gilt es schlicht abzuwarten, bis die Mobilfunknetze aufgerüstet und die Basisstationen mit entsprechender Bandbreite angebunden sind.

Bei T-Mobile kostet der web'n'walk-Stick III als Vertragsvariante mit dem Tarif web'n'walk Connect für 5 Euro im Monat und der Option DayFlat (4,95 Euro pro Nutzungstag) einmalig 29,95 Euro. Ohne Vertrag kostet der HSDPA-7,2/HSUPA-Stick einmalig 179,95 Euro.

Weitere Meldungen zur web'n'walk DayFlat von T-Mobile

Artikel aus dem Themenmonat "Mobile Internetzugänge"

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