Security

Sorglose Surfer machen es Cyberkriminellen leicht

G-DATA-Umfrage zur Internetsicherheit mit alarmierenden Ergebnissen
Von Christian Horn
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Die Notwendigkeit von Antiviren-Software für Internet-PCs steht außer Frage. Doch wie sieht es bei den Mobilgeräten aus? Ist hier eine Antiviren-Lösung auch schon ein Muss? Unter Sicherheitsexperten ist diese Frage ein beliebtes Streitthema. Einige Anbieter wie F-Secure oder Kaspersky haben schon länger Sicherheitslösungen für Handys im Angebot und sind überzeugt, dass der Schutz von Mobilgeräten mittlerweile notwendig ist. Andere Sicherheitsanbieter hingegen glauben nicht, dass mobile Schadsoftware zum gegenwärtigen Zeitpunkt schon eine reale Bedrohung darstellt und Sicherheitsprodukte für Mobilgeräte gerechtfertigt wären.

Kaspersky Mobile Security 7.0 Schadsoftware für Smartphones wie die Schädlinge Comwarrior oder Cabir, die sich via Bluetooth oder MMS verbreiten, gibt es schon seit längerem. Mit inzwischen etwa 400 Exemplaren ist die Zahl der mobilen Schädlinge im Vergleich zu den Internetschädlingen aber verschwindend gering. "Wir beobachten bei den mobilen Schädlingen aber ein kontinuierliches Wachstum", erläutert Sergey Nevstruev, Business Developement Manager bei Kaspersky Lab. Die Schädlinge wären zwar zumeist noch Proof-of-Concept, mit denen die Cyberkriminellen die Schwachstellen der Mobilgeräte austesten, wären jedoch schon voll funktionstüchtig.

Parallele zur Entwicklung der Sicherheitsbedrohungen in der PC-Welt

Nevstruev zieht die Parallele zur Entwicklung der Sicherheitsbedrohungen in der PC-Welt. Am Anfang der Entwicklung in den Zeiten der Schmalband-Zugänge waren dort die Dialer beliebt, die Internet-Verbindungen zu überteuerten Preisen herstellten. Im Bereich der Mobilgeräte seien dies nun Schädlinge, die Premium-SMS-Nummern anwählen. Nevstruev ist sich sicher, dass in den kommenden Jahren, wenn der mobile Internet-Zugang erschwinglicher als heute sein wird und die mobilen Bandbreiten auf DSL-Niveau angestiegen sind, die Bedrohungen im mobilen Bereich einen ähnlichen Aufstieg wie im Internet nehmen, vielfältige neue Bedrohungen auftauchen werden und der Schutz der Mobilgeräte mit Sicherheitssoftware zum unabdingbaren Standard gehören wird.

Thorsten Urbanski von G DATA hält Sicherheitssoftware für Mobilgeräte, sowohl im Privat- als auch im Unternehmensbereich, gegenwärtig für überflüssig. Der Stand der Bedrohung rechtfertigte dies nicht, und er hält die Medienpolitik von Sicherheitsunternehmen, die immer wieder die Gefahren der Bedrohung für Mobilgeräte beschwört, für reine Panikmache, um überflüssige Produkte am Markt zu positionieren. G DATA selbst hat keine Produkt für die mobile Sicherheit im Angebot und werde dies auch erst anbieten, wenn dafür auch eine wirkliche Notwendigkeit bestehe.

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