Trendwende

CeBIT wieder auf Erfolgskurs - Besucherplus

Deutsche Messe AG sieht "neue Phase des Wachstums"
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Die grundlegend reformierte CeBIT ist aus Sicht der Hightech-Industrie nach schwierigen Jahren wieder in der Erfolgsspur. Die Computermesse habe dank eines neuen Konzepts die Trendwende geschafft, sagte der Präsident des Branchenverbandes BITKOM, August-Wilhelm Scheer, heute zum Abschluss der CeBIT in Hannover. Der Vorstandschef der Deutschen Messe AG, Sepp Heckmann, sagte, die CeBIT habe eine "neue Phase des Wachstums" eingeläutet. Trotz einer um einen Tag verkürzten Messedauer stieg die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 495 000.

"Der Neustart ist gelungen", sagte Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue. Die CeBIT mit mehr als 5 800 Ausstellern habe wieder ein "scharfes Profil", in der IT-Branche gebe es einen neuen Optimismus. Scheer sagte, das neue Konzept mit einer klareren Aufteilung und mehr Inhalt sei gut angekommen. Die Aussteller seien hochzufrieden, die Auftragsbücher voll. Das Nachmessegeschäft werde stärker ausfallen als in den Vorjahren.

Aufgrund der starken Veränderungen im Informations- und Telekommunikationsmarkt, Absagen großer Firmen und Irritationen in der Branche über den Kurs der CeBIT hatten die Veranstalter der Messe ein neues Konzept verpasst. Dieses sieht drei Säulen vor - im Kern die Bereiche Business und Handel, öffentliche Verwaltungen und neue Technologien. Im Vordergrund sollte stärker als früher der Nutzen für die Besucher stehen. Die Messe wurde zudem um einen auf sechs Tage verkürzt, damit die Firmen Kosten sparen können.

Noch mehr Kongresse und Tagungen

BITKOM-Vizepräsident Achim Berg forderte, der Bereich Kongresse und Tagungen auf der CeBIT müsse weiter ausgebaut werden. Das Thema Wissensmanagement gewinne immer mehr an Bedeutung, sagte der Microsoft-Deutschlandchef der dpa. Dazu müsse die Messegesellschaft aber in den Ausbau der Tagungsbereiche auf dem Messegelände investieren.

Das Top-Thema der Computermesse war Green IT, umweltfreundlichere Informationstechnologie. Zu weiteren Schwerpunkten zählten mobiles Internet, Telematik und Navigation, Sicherheit sowie der Fachkräftemangel.

Trotz des neuen Konzepts war die Zahl der CeBIT-Aussteller um etwa fünf Prozent gesunken, die Ausstellungsfläche um mehr als zehn Prozent auf rund 240 000 Quadratmeter. Die Messe nannte vor allem zwei Gründe: Der starke Euro belaste die Budgets von Firmen aus Übersee, zudem spiegele die geringere Ausstellerzahl den Konzentrationsprozess in der Branche wider.

Messe-Vorstandschef Heckmann kündigte an, zur Computermesse 2009 solle im Internet eine "virtuelle CeBIT" starten. Die Messegesellschaft wolle einen ganzjährigen Marktplatz für die Branche schaffen. Die Messe selbst im März solle dann der Höhepunkt des CeBIT-Jahres sein.

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