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AVM zeigt FRITZ!Box-Familie für WLAN-N-Standard

Ersetzen die Geräte des Router-Herstellers bald den PC?
Von Björn Brodersen
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Der Router-Hersteller AVM richtet seinen Auftritt auf der Computermesse CeBIT ganz auf den WLAN-Standard N (802.11 n Draft 2.0) ) aus. Dieser Standard und das Mehrantennenverfahren MIMO (Multiple Input Multiple Output) erlauben drahtlose Datenübertragungen mit bis zu 300 MBit/s. In Hannover präsentiert AVM die beiden bereits zuvor angekündigten neuen Geräte der FRITZ!Box-Familie FRITZ!Box Fon WLAN 7270 und FRITZ!Box WLAN 3270.

Die FRITZ!Box Fon WLAN 7270 bietet über die gewohnten Router-, WLAN- und DECT-Funktionen einen integrierten Anrufbeantworter sowie eine Faxfunktion und soll sich durch niedrigen Energieverbrauch auszeichnen. Zudem unterstützt das neue AVM-Flaggschiff für eine bessere Sprachqualität bei der schnurlosen Telefonie neben dem GAP- auch den kommenden CAT-iq-Standard (Cordless Advanced Technology - internet and quality). Über diesen Standard erhalten DECT-Telefone auch Zugang zum Breitbandnetz und könne für Anwendungen wie RSS-Feeds oder Internetradio genutzt werden. Im Anschluss an die CeBIT will AVM eine Firmware mit dem aktuellen CAT-iq-Standard für die FRITZ!Box Fon WLAN 7270 im FRITZ!Labor bereitstellen. FRITZ!WLAN Repeater N/G

Die FRITZ!Box WLAN 3270 kombiniert die Funktionen eines DSL-WLAN-Routers mit denen eines Medienserves und bietet über den USB-2.0-Anschluss eine Anbindungsmöglichkeit für Peripheriegeräte wie Drucker oder eine externe Festplatte. Für den Anschluss von Rechnern stehen neben der WLAN-Schnittstelle vier LAN-Anschlüsse bereit, mit VPN können auch räumlich getrennte Netzwerke und Benutzer miteinander verbunden werden. Die WLAN-Verbindung ist ab Werk per WPA2 verschlüsselt, der so genannte Eco-Modus soll während des Betriebs die Funkleistung automatisch an die jeweilige Situation angepasst werden. Die FRITZ!Box WLAN 3270 bietet zudem Funktionen wie eine Firewall, Kindersicherung und eine passwortgeschützte Fernwartung.

WLAN-Repeater mit One-Touch-Verschlüsselung der Funkverbindung

FRITZ!Media 8160 Mit der FRITZ!Media 8160, die ebenfalls in Hannover gezeigt wird, kann der Nutzer zudem Internetanschluss mit PC mit dem Fernseher verbinden.Dank WLAN-N-Unterstützung und HDMI-Anschlusskann das Gerät kabellos Videostreams in HD-Qualität übertragen. Das Gerät ist vorbereitet für DVB-IPTV und damit auch für die TV-Übertragung in Echtzeit. Durch die Integration des digitalen Rechtemanagements Windows Media DRM 10 werden auch geschützte Inhalte am Fernsehgerät dargestellt.

Der etwa handygroße FRITZ!WLAN Repeater N/G soll dagegen für eine WLAN-Abdeckung sorgen. Der WLAN-Repeater wird in die Steckdose gesteckt, für eine sichere Funkverbindung sorgt laut AVM ein kurzes Berühren des berührungsempfindlichen Displays, über das auch Statusinformationen angezeigt werden. Der Dualband-Repeater erlaubt das Funken mit 2,4 GHz oder 5 GHz und ist auch mit einem digitalen Audioausgang und einem UKW-Minisender (FM-Transmitter) ausgerüstet. Dadurch können Audiostreams vom FRITZ!Mini-Gerät per WLAN an den Repeater und von dort an die Stereoanlange weitergeleitet werden. Der erste WLAN-Repeater aus dem Hause AVM soll im dritten Quartal dieses Jahres für 98 Euro erhältlich sein. FRITZ!Box Fon WLAN 7270

50 Prozent Marktanteil in Deutschland

AVM ist mittlerweile laut Geschäftsführer Johannes Nill in 50 Ländern vertreten. Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller fünf Millionen DSL-Geräte und setzte rund 280 Millionen Euro um. In Deutschland verkaufte AVM im ersten Halbjahr zwei Millionen Geräte, was einem Marktanteil von 50 Prozent entspreche. Was die Nutzer zur CeBIT im kommenden Jahr von der AVM-Hardware erwarten dürfen, ließ der Hersteller auch schon durchblicken: FRITZ!Boxen mit zusätzlich integriertem Webbrowser könnten den PC theoretisch überflüssig machen.

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