Verzicht

Deutsche Telekom verzichtet künftig auf 0,21-Cent-Zuschlag

Fremdnetzzuschlag fällt bereits in neuen Entertain-Tarifen von T-Home nicht mehr an
Von Thorsten Neuhetzki
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Die Deutsche Telekom verzichtet in ihren neuen, heute im Vorfeld der CeBIT vorgestellten Entertain-Paketen auf den Zuschlag für Gespräche zu anderen Netzbetreibern. Entsprechende Informationen gehen aus den Unterlagen zu den neuen IPTV-Paketen hervor. Hier ist durchgehend von einer Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz die Rede. Von der bislang verwendeten Formulierung, dass alle Gespräche ins Telekom-Netz zum Pauschalpreis abgerechnet werden, ist indes keine Rede mehr.

Bislang war es so, dass die Deutsche Telekom seit 1. Mai 2005 einen Zuschlag zu Festnetzanschlüssen erhob, die bei alternativen Anbietern geschaltet waren. Betroffen davon waren auch einige Festnetznummern für Mobilfunkangebote, etwa Genion bei o2. Dieser Zuschlag betrug 0,21 Cent pro Minute und wurde zusätzlich zum normalen Minutenpreis berechnet - auch wenn der Kunde eine Flatrate gebucht hatte. Auf diesem Weg kamen Kosten von zusätzlichen 12,6 Cent pro Stunde zustande. Grund für das erhöhte Entgelt: Die jeweiligen Netzbetreiber fordern von ihren Mitbewerbern mehr Geld (Interconnection), wenn sie Gespräche in deren Netze leiten. Diesen Zuschlag hatte die Telekom weitergereicht. Unter den großen Anbietern verzichtet lediglich Arcor auf diesen Zuschlag.

Wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, verzichtet die Deutsche Telekom auf die Erhebung dieser Zusatzkosten zunächst nur in den neuen Entertain-Tarifen. In allen bestehenden Tarifangeboten, also bei Tarifen aus der XXL- oder der Call&Surf-Schiene, werden die 0,21 Cent pro Minute zunächst weiter berechnet. Doch auch hier sei in den nächsten Monaten mit Änderungen zu rechnen, hieß es weiter. Wann und in welcher Form das konkret der Fall sein wird, war noch nicht zu erfahren.

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