Schrumpfung

Bitkom stellt Schrumpfung auf dem Telekommunikationsmarkt fest

Preise verfallen schneller, als Einheiten verkauft werden können
Von Marie-Anne Winter
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Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Bitkom im Rahmen der CeBIT stellte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. fest, dass in der Telekommunikation derzeit ein Schrumpfungstrend zu verzeichnen ist. Die Umsätze werden in diesem Jahr mit 66,4 Milliarden Euro etwa 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Im nächsten Jahr soll es allerdings schon wieder besser werden, der Verband erwartet dann eine schwarze Null. Für die unerfreuliche Marktsituation macht Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer den anhaltenden Preisverfall verantwortlich. Zwar erlebe die Telekommunikation einen echten Boom, aber die Preise fielen schneller, als die Anzahl der verkauften Einheiten steige, daher der Umsatz-Rückgang.

Eine positive Entwicklung gibt es derzeit vor allem bei der Datenkommunikation, dieses Segment wächst derzeit um 5 Prozent pro Jahr und fängt die Verluste aus der Sprachtelefonie weitgehend auf. Auch der Mobilfunkmarkt wächst, inzwischen werden 27 Prozent der Gesprächsminuten über das Handy abgewickelt.

Positiv entwickele sich auch der Bereich Consumer Electronics, der vor allem durch das hohe Interesse an Flachbildfernsehern getrieben wird. Eine Marktsättigung sei trotz der Zuwächse in den vergangenen Jahren noch nicht abzusehen. Auch im letzten Jahr legte dieser Bereich um 8,2 Prozent auf ein Volumen von 11,9 Milliarden Euro zu. Durch das Ende des Formatkrieges von Blu-Ray und HD-DVD zugunsten von Blu-Ray sieht der Bitkom gute Chancen, dass hier ein neuer, sehr dynamischer Markt entstehen wird. Einen weiteren Schub erwartet der Bundesverband auch durch das zunehmende Interesse an GreenIT.

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