Konfrontation

T-Mobile streicht Nokia-Handys aus seinem Angebot

Reaktion auf Nokias Dienste-Plattform Ovi
Von Marie-Anne Winter
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Nun also doch: Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat der Chef der Telekom-Tochter T-Mobile, Hamid Akhavan, zahlreiche Internet-Handys von Nokia aus dem Sortiment gestrichen. Damit wolle der Mobilfunker gegen Nokias Multimedia-Plattform Ovi vorgehen heißt es.

Die neue Multimedia-Plattform Ovi des finnischen Handyherstellers, über die Nokia künftig Musik, Spiele und Bilder zum Herunterladen sowie eine Navigationsfunktion anbietet, ist T-Mobile ein Dorn im Auge, weil Nokia damit zum Dienste-Anbieter und somit zu einem neuen Wettbewerber wird, der um die Kunden im mobilen Internet wirbt. Alle Handys, die auf diese Plattform zugreifen, wolle T-Mobile nicht mehr anbieten, weil der Netzbetreiber ähnliche Multimedia-Offerten plane.

Zuvor hatte Akhavan Nokia bereits vorgeworfen, durch Ovi in direkte Konkurrenz zu Netzbetreibern zu treten. Vertragskunden können bei T-Mobile nun nur noch zwischen zehn verschiedenen Nokia-Geräten wählen, die sich alle nicht für Ovi eignen. Vor fünf Wochen hatte T-Mobile noch 15 aktuelle Nokia-Handys im Sortiment. Konkurrent Vodafone hält derzeit 23 Geräte des finnischen Herstellers bereit.

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