Handy-TV

Thomson macht IPTV-Plattformen auch auf Handys verfügbar

Auslieferung von Broadcast-, Unicast- und On-Demand-Inhalten möglich
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Das Unternehmen Thomson hat anlässlich des Mobile World Congress eine Lösung vorgesellt, um seine IPTV-Plattformen auch auf Handys oder PDAs verfügbar zu machen. Die hauseigene Smartvision-Plattform und die Voice-on-Demand-Server wurden dabei auf die Mobile-TV-Kopfstellen angepasst, wie das Unternehmen mitteilte. Die neue Lösung ermögliche es, Broadcast-, Unicast- und On-Demand-Inhalte an ein mobiles Endgerät auszuliefern. Ferner wurde ein so genannter Electronic Service Guide für 3G und DVB-H-Anwendungen integriert, beschreibt der Hauptgeschäftsführer von Thomson Network and Integration Solutions, Patrick Montliaud, die Technologie.

Mit Hilfe einer Neuentwicklung, dem ViBE Mobile TV Encoder, soll das Bildformat automatisch auf kleinere Monitore von mobilen Empfangsgeräten angepasst werden. Die hierfür benötigte Bandbreite für die Übertragung der Signale sei um bis zu 40 Prozent geringer, hieß es. Die Lösung sei laut Thomson universell einsetzbar und eigne sich sowohl für die klassische Verbreitung des Internet-TVs via PC oder Media-Receiver als auch für Mobile-TV.

Neuer IPTV-Sender für Technik-Interessierte

Unterdessen steigt das Angebot ausschließlich im Internet empfangbarer Sender weiter: Auf dem Jahrestreffen der vom Verband der deutschen Ingenieure (VDI) gegründeten Initiative "Sachen Machen" wurde Deutschlands erster Technik-TV-Sender ins Leben gerufen. Der insbesondere für den Nachwuchs gegründete WebTV-Sender TecTV wird von der Stuttgarter Bewegtbildagentur fischerAppelt produziert und ist unter der Adresse www.tectv.de [Link entfernt] zu erreichen. "Pro Jahr fehlen rund 50.000 Ingenieure in Deutschland, Tendenz steigend. Wir möchten mit TecTV bei jungen Menschen wieder das Interesse für Technik wecken", erklärte Dr. Willi Fuchs, Sprecher der Initiative, das Konzept. Die "Sendung mit der Maus für Große", wie der Veranstalter das Konzept beschreibt, soll komplexe technische Sachverhalte unterhaltsam und informativ vermitteln.

TecTV zeige zum Beispiel, wie über Windräder Strom erzeugt wird, wie Biokraftstoffe eine ökologisch sinnvolle Ausweichlösung sein können oder wie ein umweltschonendes Kohlekraftwerk in Zukunft aussieht. "Mit diesen und ähnlich attraktiven Themen werden wir gezielt auf Schulen zugehen, um ihnen eine Alternative für den meist fehlenden Technikunterricht anzubieten", zeigte Christoph Dänzer-Vanotti, Personalvorstand der E.ON AG und Partner bei TecTV, weitere Schritte auf.

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