sperren lassen

Deutlich mehr Anrufe bei Kartensperr-Nummer 116 116

Insbesondere in der Urlaubszeit werden mehr EC- und SIM-Karten gesperrt
Von AFP / Marie-Anne Winter

Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Menschen die zentrale Notrufnummer zur Sperrung von Bankkarten genutzt. Rund 700 000 Anrufer hätten die Nummer 116 116 gewählt, um ihre EC- und Kreditkarten sperren zu lassen, teilte die für die Sperrnummer zuständige Firma Servodata heute mit. Das seien 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders viele Anrufe gingen demnach in den Reisemonaten im Sommer, an Ostern sowie in der Vorweihnachtszeit ein. Über die Rufnummer 116 116 können Verbraucher die EC-Karte und ihre Kreditkarte, teils auch ihre Handy-SIM-Karte sperren lassen.

Viele deutschen Banken und alle Kreditkarten-Institute beteiligen sich schon an der zentralen Sperrnummer. Die Bank mit den meisten Privatkunden hierzulande, die Postbank, lehnt die Nummer aber noch ab. Verbraucher können die Sperrnummer aus dem Inland aus dem Festnetz und vom Handy kostenlos anrufen, aus dem Ausland fallen landesübliche Telefongebühren an.

Bei einem Anruf auf der 116 116 sperren die Call-Center-Mitarbeiter die Karte teils direkt - so bei Volks- oder Raiffeisenbanken. Teils wird der Anruf aber auch an die jeweilige Sperrstelle der Bank vermittelt, etwa bei den Sparkassen. Wer mehrere Karten sperren will, wird von einem Mitarbeiter von Anfang bis Ende betreut.