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Ericsson: Nur, wer mobile Datendienste richtig macht, hat Erfolg

2007 wurde zum Jahr des HSPA-Durchbruchs erklärt
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Auf dem Mobile World Congress in Barcelona erklärte der Ausrüster Ericsson selbstbewusst den Durchbruch für mobile Datendienste. Ende 2007 waren 174 HSPA-Netzwerke in 76 Ländern in Betrieb und versorgten 180 Millionen Kunden. mit UMTS, HSDPA oder HSDPA/HSUPA (kurz HSPA). Die von diesen Netzwerken abgedeckte Bevölkerung beträgt über eine Milliarde.

Alle Netzbetreiber sahen 2007 ein starkes Wachstum bei der Nutzung ihrer Datendienste. Doch während bei einigen Anbietern die Datenrate im Jahresvergleich lediglich um die Hälfte anstieg, erhöhte sie sich bei anderen um den Faktor 15! Carl-Henric Svanberg, Präsident und CEO von Ericsson, erläuterte, dass diese starken Unterschiede durch die unterschiedlichen Strategien der Netzbetreiber verursacht wurden. Führend sind diejenigen Anbieter, die ein gut ausgebautes Netzwerk sowie ein gut durchdachtes Tarifschema vorweisen können. Inzwischen übertragen die Netze mehr Internetdaten als Sprachdaten.

Als Beispiel führte Ericsson das Netzwerk NextG von Telstra in Australien an. 2006 wurde dieses innerhalb von nur zehn Monaten im gesamten Land aufgebaut, mit den Angaben zufolge einer Abdeckung von 99 Prozent der Bevölkerung. Anders als hierzulande wurde jedoch ein Frequenzband um 850 MHz benutzt, welches höhere Reichweiten und bessere Versorgung in Innenräumen ermöglicht. Telstra ist es hiermit gelungen, ihre Marktposition in Australien wieder zu festigen. Inzwischen übersteigen die Umsätze mit Breitbanddaten die Umsätze mit SMS.

Der nächste Schritt: LTE

Ericsson bleibt an dieser Stelle nicht stehen, sondern setzt aggressiv auf noch höhere Datenraten. LTE ist hier das Zauberwort, welches für "long term evolution" steht. Jedoch soll der "long term" bald vorbei sein, denn die Standardisierung ist weitgehend abgeschlossen. Mit ersten Produkten rechnet Ericsson bereits nächstes Jahr. Noch dieses Jahr soll die neue Basisstation RBS 6000 ausgeliefert werden, die bereits kompatibel zu LTE sein soll.

LTE wird pro Zelle bis zu 160 MBit/s übertragen können. Erste Endgeräte werden voraussichtlich bis zu 25 MBit/s aus der Gesamtdatenrate der Zelle nutzen können. Eine entsprechende Demonstration ist für Mittwoch geplant. teltarif.de wird auch hier von berichten, weitere Details zu LTE haben wir bereits vergangene Woche in einer ausführlichen Meldung veröffentlicht.

Strom sparen

Einem anderen Trend, der auf diesem Mobile World Congress sichtbar ist, folgt Ericsson ebenfalls: Die Einsparung von Energie. Schließlich ist Treibstoff bei abgelegenen Basisstationen, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, der Hauptkostenfaktor. Hier unternimmt Ericsson verschiedene Anstrengungen, um langfristig keine Dieselgeneratoren mehr zu benötigen. Den Angaben zufolge braucht beispielsweise die neue Basisstation RBS 6000 beispielsweise zwischen 20 und 65 Prozent weniger Energie als vergleichbare aktuelle Basisstationen von Ericsson.

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