freie Software

Linux wird immer beliebter

Auch für Einsteiger zunehmend interessant
Von Marie-Anne Winter mit Material von ddp
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Die Nutzer von Microsoft Windows müssen sich nicht nur mit einer Virenflut und Sicherheitslücken, sondern auch Lizenzgebühren, Seriennummern, Zwangsregistrierung plagen - dabei gibt es inzwischen kostengünstige Alternativen für den PC. So stehen eine Reihe verschiedener Versionen des freien Betriebssystems Linux zur Verfügung, beispielsweise bei openSUSE, Red Hat oder Ubuntu. In der Regel ist es so, dass man das Betriebssystem an sich kostenfrei herunterladen kann, Kosten fallen dann lediglich für bestimmte Service-Leistungen und technische Hilfe an. Ganze Staaten wie Brasilien oder die Stadtverwaltung München seien schon von Windows auf Linux umgestiegen, um Geld zu sparen.

Die wichtigsten Programme gehören bereits zum Lieferumfang, während beim ohnehin schon kostenpflichtigen Windows viel Zubehör nachgekauft oder aus dem Internet heruntergeladen werden muss. Der Computer-Hersteller Asus hat sich beim Betriebssystem für seinen neuen Mini-Laptop Eee PC von vorn herein für Linux entschieden - auf diese Weise kommen nun auch Computer-Einsteiger mit dem Pinguin in Berührung, die den Umstieg sonst vielleicht noch nicht gewagt hätten. Neben den üblichen Anwedungen ist auch der Firefox-Browser schon dabei, der sich zunehmender Beliebheit erfreut.

Es stehen Linux-Nutzern aber auch weitere kostenlose Software-Pakete zur Verfügung, beispielsweise die Büro-Software Open Office, die es auch für Windows gibt. Für die Bildbearbeitung gibt es das ebenfalls auch für Windows erhältliche Programm gimp, als Alternative für Outlook kann das kostenlose Ximian Evolution verwendet werden.

Zum Laufen bekommt man Linux auf fast jedem PC. Gerade alte Geräte, auf denen weder Vista noch XP zufriedenstellend funktionieren, lassen sich gut mit Linux nutzen, etwa als Internetcomputer mit Büroprogrammen. Zu Problemen kommt es dagegen manchmal mit neuer Hardware, beispielsweise modernen 3D-Grafikkarten, für die es noch keine Linux-Treiber gibt.

Beachten sollte man auch, dass Windows-Programme nicht mit Linux funktionieren und umgekehrt, weil beide Betriebssysteme grundverschieden programmiert sind. Allerdings gibt es spezielle Hilfsprogramme wie Wine oder Crossover, mit denen sich Windows-Software in einem separaten Fenster in Linux starten lässt. Dies gilt aber nicht für alle Programme. Mit aufwendigen 3D-Spielen kommt Linux zumeist nicht klar. Gängige Video- und Musikdateien sowie Word- und Excel-Dateien stellen in der Regel kein Problem dar.

Wer Linux einmal ausprobieren möchte, kann sich eine so genannte Live-CD besorgen. Damit kann man sich ansehen, wie das Betriebssystem funktioniert, ohne, dass man seinen PC dafür neu aufsetzen muss.

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