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Überblick: Funktionen mobiler Navigations-Geräte

Verkehrsfunk, Fotoschau, Musikspieler und Freisprechanlage
Von Marc Thorwartl
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Die Zeiten, als PNDs lediglich ihren Dienst als mobile GPS-Navigationsgeräte versahen, sind längst vorbei. Immer häufiger entpuppen sich die mobilen Navigationsgeräte als multimediale Tausendsassas. teltarif.de hat ihre rasante Entwicklung unter die Lupe genommen und stellt Ihnen die neuesten Errungenschaften anhand der Topgeräte der Hersteller vor.

Lediglich ein paar Jahre sind vergangen, seit die ersten PNDs (Personal Navigation Devices) auf den Markt drängten. Anfangs noch von vielen Experten belächelt und als Spielerei ohne größeres Potenzial abgetan, haben sie sich längst etabliert und wurden zur Weihnachtszeit zum Verkaufsschlager. Die Geräte von damals haben mit denen der heutigen Generation nicht mehr viel gemein. Die Bildschirmdiagonalen wechselten von 2 über 2,8 und 3,5 auf mittlerweile 4,3 Zoll, wie beispielsweise bei Blaupunkts Travel Pilot Lucca 5.3. Spitzenreiter ist VDO-Dayton Continental, den meisten Lesern wohl noch besser unter dem Namen Siemens-VDO bekannt, die ihrem Spitzenmodell PN 6000 jetzt sogar ein 5,6 Zoll großes Display spendiert haben. Und das aus gutem Grund, denn der PN 6000 besitzt einen DVB-T-Tuner und sorgt somit in den Empfangsgebieten für digitales Fernsehvergnügen. Mit einem 4,8 Zoll großen Monitor wartet Beckers neues Flaggschiff Traffic Assist 7928 auf und beansprucht somit Platz zwei in der Rubrik "größer ist besser".

Verkehrsfunkempfang ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit

TomTom GO 920 T Dynamische Navigation mit Hilfe von TMC (Traffic Message Channel, ein digitaler Radiodienst zur Übertragung von Verkehrsstörungen) oder TMCpro sollte heutzutage eigentlich Standard sein, denn die punktgenaue Landung am Zielort ist die eine Sache, das Erreichen der Destination ohne unnötige Wartezeiten im Stau die andere. Doch noch immer ist der Verkehrsfunkempfang keine Selbstverständlichkeit - selbst in der PND-Oberklasse. Manche Hersteller lassen sich den Dienst extra vergüten. Bei VDO-Dayton kostet das für den PN 6000 und PN 4000 beispielsweise 50 Euro, denn die werden für die Aktivhalterung mit integriertem TMC-Empfänger fällig, der dann die Stauumfahrung gewährleistet. TomTom hatte lange Jahre den TMCpro-Empfang über seine zusätzlich zu buchenden Plus-Dienste im Portfolio. Beim GO 920 T von TomTom ist das erfreulicherweise nicht mehr der Fall. Im Paket für 499 Euro ist ein lebenslanger, kostenloser TMCpro-Empfang inbegriffen.

Umfangreiches Karten-Material teils schon inklusive

Sehr zum Vorteil der Kunden hat sich auch das im Kaufpreis enthaltene Softwarepaket und hier vor allem das beigepackte Kartenmaterial entwickelt. Während zu Beginn der mobilen Navigation gerade einmal die Straßendaten der Republik enthalten waren, gibt es heute zumindest das D-A-CH-Paket (Deutschland, Österreich und Schweiz), vielfach sogar komplett Westeuropa mit dazu. Einige Firmen überlassen dem Kunden die Entscheidung, welches Kartenpaket für ihn das richtige ist. Vor dem Kauf sollte man sich in aller Ruhe überlegen, ob für das einmalige Ferienerlebnis in Spanien im Sommerurlaub der Aufpreis für das erweiterte Straßenmaterial sinnvoll angelegt ist. EGO Drive von Funkwerk Dabendorf

Dieser beträgt bei Navigon für die identischen Geräte Navigon 7100 mit D-A-CH-Version und Navigon 7110 mit Westeuropa nach der letzten Preissenkung lediglich noch 30 Euro, wohingegen der Mehrpreis beim Navigationserstling EGO Drive von Funkwerk Dabendorf (FWD) immerhin 50 Euro ausmacht. Unschlagbar ist hier immer noch TomTom, die den GO 920 T zum Weltenbummler machen. Im Kaufpreis sind nicht nur die digitalen Straßendaten von West- und Osteuropa, sondern zudem auch noch von Nordamerika enthalten.

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