getestet

web'n'walk-Stick von T-Mobile im Test

Neue T-Mobile Tages-Flatrate "DayFlat" ab heute buchbar
Von Thorsten Neuhetzki
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Zur CeBIT-Preview Mitte Januar überraschte der Bonner Netzbetreiber T-Mobile mit der Ankündigung, künftig auch Tagesflatrates für seine Datentarife web'n'walk anbieten zu wollen. Diese sind ab heute buchbar. Dabei können nicht nur Vertragskunden die neue Tagesflatrate buchen, sondern auch Prepaid-Kunden. Sie bekommen für einmalig 99,95 Euro sogar einen USB-Stick, der als UMTS/HSDPA-Modem fungiert, sowie ein Startguthaben von 10 Euro, mit dem die Kunden bereits zwei Tage die Datenflatrate nutzen können. Den web'n'walk-Stick, der den Kunden eine theoretische Geschwindigkeit von 3,6 MBit/s bietet, haben wir in den vergangenen Tagen einem Test unterzogen.

Inbetriebnahme: Echtes Plug & Play

Das USB-Modem von T-Mobile, das in dem Xtra-Pack enthalten ist, kommt in einer Packung zum Kunden, die etwa die Größe einer Pralinenschachtel hat und etwa so hoch ist wie Zigarettenschachtel. In der Umverpackung befindet sie ein Papp-Inlay, das sich zu beiden Seiten aufziehen lässt. Wer allerdings die kleine Aufschrift "vorne" nicht beachtet, kippt den UMTS-Stick direkt auf seinem Tisch aus.

Das Xtra-Pack für die Dayflat von T-Mobile besteht nicht nur aus dem web'n'walk-Stick, sondern auch aus einer USB-Kabel-Verlängerung, einem Bildschirm-Clip für Laptops und einem Halsband, an dem sich der USB-Stick befestigen lässt. Mit dem Verlängerungskabel kann der Nutzer den Stick an einen Platz legen, an dem es besseren Empfang gibt, als direkt am USB-Slot. Das Kabel ist einen halben Meter lang.

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach. Unter allen aktuellen Apple- und Windows-Systemen installieren sich Software und Treiber des Sticks selbst, nachdem der web'n'walk-Stick in den USB-Port gesteckt wurde. Die Installation dauerte in unserem Test nur wenige Minuten und wir mussten lediglich beantworten, welche Sprache wir bevorzugen. Danach startet der web'n'walk-Manager, die Software, die den Stick ansteuert, automatisch, die PIN der SIM wird abgefragt und der Nutzer kann online gehen.

Software ohne Anzeige des Datenvolumens

Der web'n'walk-Manager Die Software ist einfach konzipiert: Zunächst sieht der Nutzer nur zwei Buttons: "Verbinden" und "Mehr". Unten rechts sieht er zudem mit welchem Datenstandard sich der web'n'walk-Stick ins Netz eingebucht hat. Das kann neben UMTS auch der schnellere Standard HSDPA sein oder eben der GSM-Turbo EDGE. In einigen wenigen Regionen in Deutschland wird auch noch GPRS angezeigt. Diese nicht ausgebauten Regionen werden aber bis Ende März verschwinden, so T-Mobile.

Unter "Mehr" kann der Nutzer SMS über die SIM-Karte verschicken und eine Fehler-Diagnose aufrufen. Über einem weiteren Link können dann zusätzliche Einstellungen getroffen werden. Hier kann die Abfrage der PIN ein- und ausgeschaltet werden oder aber der Netzstandard, der zum Onlinegehen verwendet werden soll, ausgewählt werden.

Die Auswahl des Netzes ist vor allem dann sinnvoll, wenn das UMTS-Netz nur schwach vorhanden ist, aber zum Surfen ausreicht. Die Software würde dann unter Umständen in das GSM-Netz wechseln, welches gegebenenfalls eine größere Feldstärke aufweist. Ein anderes Anwendungsgebiet der manuellen Netzwahl ist die Fahrt mit einem ICE. Denn der Wechsel zwischen UMTS und GSM, wie es ihn vor allem bei der Durchfahrt von Städten gibt, lässt die Datenverbindung einfrieren, sodass flüssiges Surfen nicht möglich ist. Ein Wechsel der Betriebsart während einer Verbindung ist nicht möglich.

Was der Software fehlt, ist eine Anzeige des verbrauchten Traffics. Bei der Datenflatrate Dayflat ist das zwar nicht wichtig, wer aber eine andere Karte aus dem Netz von T-Mobile - im Xtra-Pack hat der Stick einen Netz-Lock - in das Geräte einlegt, zahlt den verbrauchten Traffic. Hier wäre eine Software-Kontrolle wünschenswert.

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