Einsteigergerät

Purple Magic Phone: UMTS-Linux-Handy unter 68 Euro

Das Purple Magic Phone soll den UMTS-Massenmarkt erobern
Von Marie-Anne Winter
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Der niederländische Halbleiterhersteller NXP und der Linux-Spezialist Purple Labs [Link entfernt] haben heute ein UMTS-Handy mit einem Linux-Betriebssystem angekündigt, das weniger als 100 US-Dollar, das sind umgerechnet etwa 68 Euro, kosten soll. Das Gerät soll Videotelefonie, Videostreaming, Musikwiedergabe und einen schnellen Zugang zum mobilen Internet bieten. Das Purple Magic Phone soll mit seinem günstigen Einstiegspreis vor allem die Märkte in Osteuropa, Südostasien und Lateinamerika erobern.

Derzeit sind laut der GSA Mobile Industry Trading Group in 87 Ländern bereits 197 kommerzielle Netze der Dritten Mobilfunkgeneration in Betrieb, hauptsächlich in den gut erschlossenen Märkten in Europa und Asien. In den derzeit aufstrebenden Märkten käme es nun drauf an, dass ausreichend günstige 3G-Geräte zur Verfügung stehen, damit die neuen Daten-Dienste auch genutzt werden können. Derzeit würden die günstigsten UMTS-Einsteigergeräte für 120 bis 145 Dollar (81 bis 98 Euro) verkauft. Durch den Einsatz der neuen Linux-Technologie könnte der Preis auf unter 100 Dollar sinken.

NXP ist der Überzeugung, dass Linux die Grundlage für die nächste Generation mobiler Engeräte sein wird. Bislang habe sich die Mobile-Linux-Industrie hauptsächlich mit Highend-Geräten beschäftigt. Mit dem Purple Magic Phone komme nun das erste mobile Linux-Gerät für den Massenmarkt. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona soll das Gerät der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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