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Festnetz: Komplettanschlüsse auf Erfolgskurs

Akzeptanz von DSL-Resale stagniert
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Der Breitband-Zugangsmarkt in Deutschland expandierte im vergangenen Jahr erneut stark und wird weiter von der DSL-Technik dominiert. Gab es 2001 bundesweit lediglich 1,9 Millionen Anschlüsse, so liegen die Schätzungen für das vergangene Jahr zwischen 18,1 und 18,6 Millionen. Schätzungen zufolge werden es Ende dieses Jahres 21,7 Millionen Anschlüsse sein, für Ende 2009 wird mit 25,1 Millionen Anschlüssen gerechnet. 68 Prozent der DSL-Anschlüsse liegen im Netz der Deutschen Telekom. 32 Prozent entfallen auf alternative Carrier.

Der Zuwachs beim Wiederverkauf von DSL-Anschlüssen der Deutschen Telekom ging 2007 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Darauf ging auch Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, während seines Vortrages auf der 12. Euroforum-Jahrestagung "Telecom Trends" ein. Das sei wettbewerbsrechtlich jedoch unproblematisch.

Interessant ist auch die Betrachtung der genutzten Bandbreiten bei DSL. 66 Prozent aller Kunden haben einen Anschluss mit Bandbreiten zwischen 2 und 6 MBit/s im Downstream. Mit 25 Prozent ist auch der Anteil der Kunden mit Anschlüssen zwischen 1 und unter 2 MBit/s recht groß. Mit einem Prozent fast bedeutungslos sind dagegen die DSL-light-Anschlüsse mit weniger als 1 MBit/s. Bereits bei 8 Prozent liegt der Anteil der Anschlüsse mit mehr als 6 MBit/s.

WiMAX bislang fast kein Thema

Professor Gerpott ging bei seinem Vortrag auch auf den aktuellen Stand bei der drahtlosen Breitband-Technologie WiMAX ein. Er stellte dar, bislang gäbe es lediglich bei einem der drei bundesweiten Lizenznehmer, der Deutschen Breitbanddienste, eine rudimentäre Vermarktung.

Mobilfunk: Mehr SIM-Karten, aber Umsatzrückgang

Die deutschen Mobilfunkkunden nutzen insgesamt mehr SIM-Karten als noch vor einem Jahr. Der Umsatz ist dagegen leicht zurückgegangen. Ende 2006 waren 85,7 Millionen Karten in den vier deutschen Netzen aktiv. Die Schätzung für das Jahresende 2007 geht von 97 Millionen SIMs aus. Marktführer ist weiterhin T-Mobile mit einem Anteil von 36,9 Prozent. Vodafone liegt bei 34,9 Prozent, E-Plus auf 15,2 und o2 bei 13 Prozent.

Der Umsatz lag insgesamt im dritten Quartal 2007 bei 5,24 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal waren es 5,446 Milliarden Euro. 36,3 Prozent entfallen hier auf Vodafone (T-Mobile 35,3 Prozent, o2 14,4, E-Plus 14,0).

Ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn man ausschließlich die UMTS-SIM-Karten betrachtet. Ende März 2007 waren es insgesamt 7,04 Millionen Karten. Hier hat Vodafone einen Anteil von 52,9 Prozent. T-Mobile folgt mit großem Abstand und kommt auf 27,1 Prozent. o2 liegt mit 13,3 Prozent an dritter Stelle und E-Plus erreicht - obwohl einziges Netz mit echten Flatrates - lediglich 6,7 Prozent.

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