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Die neue Firmware für das Apple iPhone im Detail

Wer sein iPhone gehackt hat, sollte nicht updaten
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Wie berichtet hat Apple-CEO Steve Jobs gestern zur Eröffnung der MacWorld Expo 2008 [Link entfernt] unter anderem die neue Firmware 1.1.3 für das iPhone offiziell vorgestellt. Die neue Version ist seitdem auch verfügbar und kann über die iTunes-Software, für die es nun ebenfalls ein Update auf die Version 7.6 gibt, geladen und auf dem iPhone installiert werden.

Die neue Firmware ist fast 160 MB groß und vor allem in den ersten Stunden nach der Veröffentlichung gestaltete sich das Update sehr zäh, da die Apple-Server offenbar stark überlastet waren. In den Nachtstunden normalisierte sich das und seit heute früh klappt die Aktualisierung nun recht schnell. Wer iTunes auf die neue Version updatet, bekommt auch gleich eine aktuelle QuickTime-Version mit installiert.

Standortbezogene Dienste und SMS an mehrere Empfänger

Wichtigste neue Features der Firmware sind die Einführung standortbezogener Dienste und die Möglichkeit, SMS-Mitteilungen gleichzeitig an mehrere Empfänger zu verschicken. So wird in den GoogleMaps nun auch - ungefähr - der eigene Standort erkannt und angezeigt. Da dem iPhone eine GPS-Anbindung fehlt, erfolgt die Standortbestimmung jedoch nur über das Mobilfunknetz und anhand der empfangenen WLAN-Hotspots. Damit bleibt die Anzeige des Standorts selbst in Ballungsräumen ungenau.

Schön ist auch die Möglichkeit, die Anordnung der Symbole auf dem iPhone-Display den eigenen Anforderungen anzupassen. Dabei können nun Lesezeichen aus dem Safari-Browser auch direkt auf der iPhone-Startseite hinterlegt werden. Das spart den einen oder anderen Klick beim Aufruf von Seiten oder Diensten, die man häufiger nutzt.

Im iTunes-Store auf dem iPhone können jetzt auch Gutschein-Codes eingelöst werden. Bislang war das zwar am PC oder Mac, nicht aber beim Musik-Kauf direkt über das iPhone möglich. Auch das ist ein neues Feature, das die aktuelle Firmware für das Kulthandy mit sich bringt.

Unlock und Jailbreak gehen verloren - Turbo-SIM funktioniert nicht mehr

Skeptisch betrachtet wird die neue iPhone-Software indes in Hacker-Kreisen. Wer sein Gerät illegal für die Nutzung mit einer beliebigen SIM-Karte entsperrt oder für die Verwendung zusätzlicher Software-Tools geöffnet hat, sollte dringend von einem Update Abstand nehmen. Nach der Aktualisierung auf die Firmware 1.1.3 funktionieren die bisherigen Hacks nicht mehr und ersten User-Berichten zufolge ist im Gegensatz zur bisherigen Praxis auch kein Downgrade auf eine ältere Software-Version mehr möglich.

Selbst die Lösung, einem nicht entsperrten iPhone mit Hilfe geklonter SIM-Karten (Turbo-SIM, Next-SIM etc.) die Nutzung im AT&T-Netz vorzugaukeln, klappt nicht mehr. Ob sich die geklonten SIM-Karten zur Verwendung in Verbindung mit der neuen iPhone-Firmware umprogrammieren lassen, ist derzeit noch ungewiss.

Probleme auch mit offiziell entsperrten iPhones?

Unterschiedlich sind die bisherigen Erfahrungsberichte von Käufern eines offiziell entsperrten iPhones. T-Mobile musste die Geräte zeitweise auch ohne Vertrag und ohne SIM-Lock verkaufen. Trotz des hohen Preises von 999 Euro fanden die Handys regen Absatz. Während bei einigen Kunden offenbar nach dem Firmware-Update der Netzlock auf T-Mobile wieder vorhanden ist, können andere Käufer weiter mit einer beliebigen SIM-Karte telefonieren.

Vorsichtig optimistisch zeigen sich Hacker nach der Veröffentlichung der Firmware-Version 1.1.3 immerhin, iPhones, die im Auslieferungszustand mit der bisherigen Firmware 1.1.2 versehen waren, entsperren zu können. Bislang ließen sich diese Geräte zwar für die Nutzung fremder Software-Tools öffnen. Der SIM-Lock konnte jedoch nicht aufgehoben werden.

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