Tops&Flops

Tops und Flops der letzten 10 Jahre Telekommunikation

Die Gewinner und Verlierer stehen fest
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10 Jahre ist es her, dass der Telekommunikationsmarkt in Deutschland liberalisiert wurde. Seitdem hat sich einiges verändert: Man kann auch über andere Anbieter als die Deutsche Telekom im Festnetz telefonieren, viele neue Produkte wie der schnelle Internetzugang DSL haben Einzug gehalten, das Handy entwickelte sich vom Nischen- zum Massenprodukt. Letztlich ist aber auch vieles vorgestellt worden, was sich nachher am Markt nicht behaupten konnte.

Was sind Ihre Tops und Ihre Flops?

Angesichts der vielfältigen Entwicklung in den vergangenen 10 Jahren hatten wir Ihnen in den vergangenen Tagen und Wochen die Frage gestellt, was Ihre Tops und Flops aus 10 Jahren Marktentwicklung seit der Liberalisierung 1998 bis heute sind. In der ersten Phase dieser Umfrage baten wir Sie um Vorschläge, welche Dienste, Anbieter, Technologien oder Geräte Ihrer Meinung nach besonders gut oder besonders schlecht waren. In der zweiten Phase stellten wir die wichtigsten Nennungen zur Wahl.

Ergebnisse im Detail

Jeder Teilnehmer konnte jeweils für die Tops und Flops bis zu drei Stimmen abgeben. Insgesamt sind vom 13. bis zum 21. Dezember 13 006 Stimmen eingegangen. Die einzelnen prozentualen Ergebnisse basieren auf der Anzahl der Teilnehmer.

Die Tops:

  • Platz 1:Schneller ins Internet dank DSL    52,90%
  • Platz 2:Flatrates in den Bereichen Internet, Festnetz und Mobilfunk    52,63%
  • Platz 3:Mobilfunk-Discounter: Sinkende Preise im Mobilfunk    33,44%
     

    Die Flops:

  • Platz 1: Servicerufnummern (u.a. 0180-5, 0900, 0700): Teure Erreichbarkeit statt günstiger Festnetznummern    55,37%
  • Platz 2: Mindestvertragslaufzeiten: Häufig sind es (zu) lange 24 Monate    41,35%
  • Platz 3: Die schlechte Service-Qualität und -Mentalität vieler Unternehmen der Tk-Branche    41,27%

    Mit DSL ist das Internet erst so richtig in Fahrt gekommen und mit Flatrates bleiben die Kosten überschaubar. Und das gilt nicht nur fürs Surfen, sondern auch fürs Telefonieren im Festnetz und neuerdings auch fürs Telefonieren per VoIP oder im Mobilfunk mit dem Handy. Zwar sind Flatrates nicht für jeden Nutzertypen die beste Wahl, aber wer viel surft oder telefoniert, ist mit einer monatlichen Pauschale meist auf der sicheren Seite.

    Und auch die Mobilfunk-Discounter haben in den letzten Jahren nicht unwesentlich für einen deutlichen Preisverfall bei der Handynutzung gesorgt. Und das gilt nicht nur für die mobile Telefonie, sondern auch bei der mobilen Datenübertragung waren es die Mobilfunk-Discounter, die eine neue Messlatte gelegt haben.

    Auch bei den Flops sieht es ähnlich aus und das Ergebnis spiegelt letztlich wieder, was wir in den letzten 10 Jahren von unseren Lesern als Erfahrungen mitgeteilt bekommen haben. Der Service bei den Anbietern wird immer weiter zurück gefahren, die Vertragslaufzeiten steigen - mittlerweile verlangt selbst die Telekom zwei Jahre Mindestlaufzeit - und Service gibt es nur über teure "Service-Hotlines". Inzwischen basieren ganze Fernsehsender auf den Einnahmen, die mit Anrufen auf "Service-Rufnummern" generiert werden.

    Nachfolgend die weiteren Platzierungen:

    Die Tops

    • Call by Call: Stark gesunkene Preise beim Telefonieren im Festnetz (26,25%)
    • Mit Mobilfunk-Homezone-Nummern festnetzgünstig erreichbar (24,17%)
    • WLAN: Ohne Kabel komfortabel ins Internet (21,70%)
    • VoIP: Telefonieren über das Internet (16,25%)
    • SMS: Bequeme Mitteilungen mit 160 Zeichen (13,13%)
    • UMTS: Mobiles Internet an vielen Orten verfügbar (8,88%)

    Die Flops

    • Push-to-Talk (PTT): Das Walkie-Talkie im Handy (24,44%)
    • Die Pleite von BenQ-Siemens (23,75%)
    • UMTS: Teure Lizenzen, spät und schleppend eingeführt, teuer in der Nutzung (23,01%)
    • MMS: Netter Dienst aber wenig genutzt (15,44%)
    • Der Anbieter Quam (14,17%)
    • Breitband-Internet: Langsamer Ausbau und schlechte Verfügbarkeit auf dem Lande (14,02%)
    Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Wahl beteiligt haben.

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