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Fonic: Mehr als 100 000 Kunden nach 100 Tagen

Handy-Shop und UMTS für 2008 in Planung
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Vor 100 Tagen ging mit Fonic der erste deutsche Prepaid-Discounter an den Start, der bei Verzicht auf Grundgebühr und Mindestumsatz einen einheitlichen Minutenpreis von 9,9 Cent in alle Netze anbietet. Die Mailbox ist kostenlos und auch der SMS-Versand schlägt mit 9,9 Cent zu Buche.

Inzwischen gibt es in allen Mobilfunknetzen Nachahmer mit Tarifen, die einen einheitlichen Minutenpreis von 9,9 oder 10 Cent rund um die Uhr in alle Netze bieten. Dennoch sieht sich Fonic nach 100 Tagen erfolgreich. Mehr als 100 000 Kunden nutzen nach Angaben des Anbieters die Prepaidkarte im o2-Netz, die nicht nur über die eigene Homepage, sondern auch in den Lidl-Filialen verkauft wird. Damit habe man das Ziel, in diesem Jahr auf eine sechsstellige Kundenzahl zu kommen, schon vor der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts erreicht.

Blickt man zum Vergleich jedoch auf die Verkaufszahlen der Mitbewerber, so sind die 100 000 Fonic-Nutzer eher enttäuschend. Exakt die gleiche Kundenzahl vermeldete das erst im Oktober gestartete BILDmobil bereits zwei Wochen nach dem Vermarktungsstart. Inzwischen soll die Mobilfunkmarke der Bild-Zeitung laut Berichten aus Branchenkreisen sogar rund 180 000 Kunden haben. BILDmobil-Kunden telefonieren für 10 Cent pro Minute in alle Netze und der Mailbox-Abruf ist auch bei dem im Vodafone-Netz abgewickelten Prepaid-Produkt kostenlos. Die SMS ist mit 14 Cent dagegen deutlich teurer als bei Fonic.

Fonic will mindestens Nummer drei unter den No-frills-Anbietern werden

Fonic hat indes große Pläne. So hat der o2-Discounter heute als Ziel verlautbart, perspektivisch zu den größten drei No-frills-Anbietern auf dem deutschen Mobilfunkmarkt zu gehören. Dazu will das Unternehmen künftig auch Kunden ansprechen, die nicht nur telefonieren und SMS-Mitteilungen austauschen, sondern auch mobile Datendienste nutzen wollen.

Schon seit dem Vermarktungsstart am 3. September bietet Fonic mit 24 Cent pro übertragenem Megabyte den gleichen Datentarif wie simyo, Blau und ALDI-Talk an. Allerdings sind die Kunden derzeit auf die Nutzung von GPRS im GSM-Netz beschränkt. Lediglich im Ausland kann Roaming in den UMTS-Netzen genutzt werden, wie Tests der teltarif.de-Redaktion gezeigt haben. Für das kommende Jahr hat Fonic nun auch die UMTS-Nutzung innerhalb Deutschlands im Blick.

Darüber hinaus soll im Januar ein Hardware-Shop online gehen, über den Fonic-Kunden und Interessenten Handys erwerben können, die für alle Mobilfunkkarten freigeschaltet sind. Einen SIM-, Provider- oder Netzlock soll es bei den Geräten nicht geben.

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