Handy-TV

ARD will drei Kanäle auf Handy-TV-Plattform Mobile 3.0

LfK-Präsident kritisiert Wunsch nach unverschlüsselter Ausstrahlung

Die ARD will mit drei TV-Sendern via DVB-H starten und verlangt daher vom designierten Handy-TV-Plattformbetreiber Mobile 3.0 statt der zwei zugesicherten Kanäle deren drei. Dieser Umfang werde der Sicherung der Vielfalt gerecht, sagte ein ARD-Sprecher gegenüber dem Branchendienst "Digital Insider". Mobile 3.0 will den Landesmedienanstalten bis Ende des Jahres einen Kanalbelegungsplan für das Paket vorlegen.

Unterdessen wies der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LfK), Thomas Langheinrich, in seiner medienpolitischen Rede während der Fachmesse "TV Komm." darauf hin, dass über die Rolle der öffentlich-rechtlichen Sender bei der Digitalisierung neu diskutiert werden müsse. "Es kann nicht sein, dass ARD und ZDF beispielsweise bei ihrer Forderung nach einer kostenlosen und unverschlüsselten Ausstrahlung via DVB-H austarierte Geschäftsmodelle sprengen und sich als Schwarzfahrer gebärden", so Langheinrich.