Test

Der 10-Cent-Prepaid-Tarif von Congstar im Test

Langsame Freischaltung, korrekte Abrechnung, UMTS-Nutzung möglich
Von Marie-Anne Winter /

Spannend war aber vor allem, mit welchem Minutenpreis Gespräche in andere Netze abgerechnet werden, weil in einer Fußnote des Datenblattes zu den congstar-Tarifen von einem Preis von 17,9 Cent in andere Mobilfunknetze die Rede war. Hierbei handelte es sich offensichtlich um einen Fehler, denn abgerechnet werden tatsächlich 10 Cent pro Minute. Dieser Preis gilt somit - wie beworben - für Telefonate in sämtliche deutschen Netze. Auch für den Versand einer SMS. werden 10 Cent vom Guthaben abgezogen.

Für die Nutzung von mobilen Internetverbindungen werden 49 Cent pro übertragenem Megabyte MB berechnet. Das ist zwar teurer als bei einigen E-Plus- und o2-Discountern, die nur 24 Cent pro MB verlangen. Dafür steht aber beispielsweise im GSM-Netz neben GPRS auch der EDGE-Standard zur Verfügung, der Datenübertragungen mit rund 200 kBit/s ermöglicht. Auch die UMTS-Nutzung war in unserem Test problemlos möglich, während beispielsweise der Mitbewerber Fonic derzeit nur GSM/GPRS anbietet. Die Abrechnung für den Internet-Zugang erfolgt wie bei den meisten anderen Discountern in kundenfreundlichen 10-kB-Blöcken.

Vollwertiger Internetzugang über GPRS und UMTS

Die Internet-Einstellungen für congstar entsprechen den allgemeinen T-Mobile-Einstellungen. Dabei stand in unserem Test, den wir mit den Nokia-Geräten 6300 und E90 durchführten, ein vollwertiger Internet-Zugang zur Verfügung, während der im Oktober gestartete Mitbewerber BILDmobil nur einen WAP-2.0-Zugang zur Verfügung stellt, über den nicht alle Online-Dienste nutzbar sind.

Mit der congstar-SIM konnten wir problemlos per WAP und Web surfen. Auch die Nutzung von SSH-Clients für den Zugang zu Firmennetzwerken war möglich, genau wie die Abfrage von POP3- und IMAP4-Postfächern. Obwohl die Nutzung von Instant Messaging offiziell nicht möglich ist, konnten wir in unserem Test mit Jimm und dem Agile Messenger chatten. Der Clou war, dass sogar VoIP-Telefonate zustande kamen. Die Sprachqualität mit EDGE ließ erwartungsgemäß zu wünschen übrig, während die Verständigung über UMTS sehr gut war.

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