Versehen

o2 schickte trotz Kündigung weiter Rechnungen

Durch Hilfe von teltarif.de werden Zahlungsaufforderungen gestoppt
Von Thorsten Neuhetzki
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Im September urteilte das Amtsgericht München, dass der Mobilfunkanbieter o2 ein Ehepaar aus ihrem Mobilfunkvertrag entlassen muss. Der Grund: Seit Dezember haben diese Kunden nach der Abschaltung des Roamings mit T-Mobile keine Netzversorgung mehr. Die außerordentliche Kündigung der Kunden erfolgte zum Februar vergangenen Jahres, das Gericht bestätigte die Rechtmäßigkeit. Umso größer war die Verwunderung des betroffenen Kunden Mario Z., als sowohl im Oktober als auch im November weiterhin Rechnungen von o2 über die Grundgebühren der vergangenen und laufenden Monate eintrafen.

Mario Z. wandte sich schließlich mit diesem Anliegen an die Redaktion von teltarif.de. Wir fragten in der Pressestelle des Münchener Mobilfunkanbieters nach. o2 prüfte den Fall und musste zugeben, dass sowohl Mario Z. als auch seine Frau jeweils Rechnungen erhalten haben. Ursache dafür sei ein Fehler: Nach dem Eintreffen der Anwaltsrechungen und Gerichtskosten bei o2 hätte man die bereits geschlossenen Kundenkonten noch einmal öffen müssen, um die entsprechenden Kosten intern verbuchen zu können. Das sei ein ganz normaler Vorgang in solchen Fällen, erklärte ein Sprecher.

o2: Rechnungsversand durch interne Buchungen

Ausgelöst durch den nachträglichen Eingriff in das Kundenkonto soll es dann fälschlicherweise zu dem Rechnungsversand gekommen sein, zahlen müsse der Kunde die Beträge nicht. Das sollte aber ein einmaliger Vorgang gewesen sein. Zudem handle es sich bei dem ganzen Fall um einen Einzelfall, betonte der Sprecher gegenüber teltarif.de. Mario Z. zeigte sich von der Erklärung nicht überzeugt. Er habe die ganze Zeit über weiterhin Rechnungen bekommen, eine Schließung des Kundenkontos habe er nicht bemerkt. o2 versicherte uns, dass man sich des Falls angenommen habe und der Rechnungsversand nun sofort eingestellt werde.

teltarif.de hilft

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