Eindrücke

Das Vodafone Qbowl in einem kurzen Test

Kann das Samsung-Smartphone dem Apple iPhone Paroli bieten?
Von Björn Brodersen

Ab heute steht nicht nur das viel besprochene iPhone-Handy von Apple bei T-Mobile zum Verkauf, bei Vodafone ist ab sofort auch das Konkurrenzmodell Samsung SGH-F700 erhältlich. Der Düsseldorfer Netzbetreiber bietet das Multimedia-Smartphone für den Preis von 399 Euro in Verbindung mit dem Abschluss eines Laufzeitvertrags an und verzichtet somit wie auch T-Mobile auf einen Subventionspreis für das neue Handy. Die Käufer des Geräts können dabei zwischen den schon länger bekannten Tarifangeboten von Vodafone als auch zwischen zwei neuen Laufzeitverträgen wählen. Doch lohnt der Griff zum Samsung SGH-F700? Wir haben das Samsung-Handy, das bei Vodafone unter der Bezeichnung Qbowl vertrieben wird, schon einmal einem kurzen Test unterzogen.

Äußerlich angelehnt an das iPhone von Apple

Samsung SGH-F700 Qbowl

Äußerlich weist das SGH-F700 Qbowl in seiner länglichen und abgerundeten Barrenform sowie dem großen Touchscreen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem iPhone auf. Damit hören die Gemeinsamkeiten jedoch auch schon auf. Im Gegensatz zu dem Apple-Handy handelt es sich beim Qbowl um einen mit 56 Millimetern etwas schmaleren Slider, der seitlich aufgeschoben werden kann. Beim Öffnen des Schiebehandys erscheint eine echte QWERTZ-Tastatur, wobei allerdings den Ziffern keine eigenen Tastenfelder zugewiesen sind. Gleichzeitig wird das SGH-F700 auch über den großen, 240 mal 432 Pixel auflösenden Touchscreen mit 262 144 Farben bedient. Während das iPhone jedoch "fast nur Touchscreen ist", erinnert das Qbowl äußerlich einfach an andere Geräte mit berührungsempfindlichem Bildschirm. Das Vodafone Qbowl

Einen Stylus finden jedoch auch die Nutzer des SGH-F700 nicht vor, auch dieses Gerät wird per Fingertippen und -streichen auf dem Display bedient. Allerdings arbeitet die Software des Qbowl-Handys merklich langsamer als die des iPhones, verlangsamt wird das Navigieren auch durch regelmäßige Bestätigungs-Rückfragen durch das System - die gibt es beim iPhone nicht. Zudem muss der Nutzer des SGH-F700 Qbowl treffsicher sein, denn anders als beim iPhone springen beispielsweise die entsprechenden Icons nicht auf, wenn sich der Bedienfinger dem Bildschirm nähert. Dadurch ist zum Beispiel auch das Verschieben der Scroll-Balken beim mobilen Internetsurfen oder das Anklicken von Internetlinks schwierig.

Datenempfang mit bis zu 3,6 MBit/s

Mit dem SGH-F700 sind per HSDPA mobile Datenübertragungen mit einer Rate von bis zu 3,6 MBit/s über das Mobilfunknetz möglich. Dadurch bauen sich die Internetseiten spürbar schneller auf als beim iPhone, das lediglich den EDGE-Standard unterstützt. In Gegenden, in denen keine HSDPA- oder UMTS-Abdeckung besteht, kann auch mit dem Qbowl auf die langsameren Datenübertragungsstandards GPRS und EDGE zurückgegriffen werden. Eine WLAN-Schnittstelle für das Surfen an Hotspots gibt es beim Qbowl dagegen nicht.

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