Social-Networking

Google gewinnt MySpace als Partner

Google will OpenSocial als Standard für soziale Netzwerke etablieren
Von Christian Horn mit Material von dpa und AFP

Google hat bei seinem Vorstoß ins boomende Geschäft mit Social-Networking-Websites den Branchenführer MySpace als Partner gewonnen. MySpace mit mehr als 200 Millionen angemeldeten Nutzern wird sich Googles OpenSocial-Initiative anschließen, einer technischen Plattform, mit der ein Programm auf unterschiedlichen Netzwerk-Seiten laufen kann. Bisher müssen für jede Seite die Programme wie Kalender, Foto-Dienste oder Spiele neu erstellt werden, weil die Netzwerke mit verschiedenen technischen Spezifikationen arbeiten. Google will OpenSocial als eine Art Standard etablieren.

Die sogenannten "sozialen Netzwerke", auf denen die Nutzer persönliche Seiten einrichten und miteinander kommunizieren können, gelten als eines der wichtigsten Geschäftsmodelle im Internet. Über sie kann man gezielt Werbung platzieren. Die Unterhaltungsbranche nutzt sie beispielsweise bereits sehr aktiv, um Musik und Filme zu vermarkten.

Google verliert Rennen um Facebook an Microsoft

Google verlor vor wenigen Tagen das Rennen um die populäre Seite Facebook an Microsoft. Der Windows-Konzern zahlte 240 Millionen Dollar für einen Anteil von nur 1,6 Prozent an Facebook mit etwa 50 Millionen registrierten Mitgliedern. Facebook, für das externe Entwickler 7000 Zusatzprogramme bereit gestellt haben, macht bisher nicht bei Googles OpenSocial-Plattform mit.

Neben MySpace wurde auch die kleinere Seite Bebo [Link entfernt] als Partner bekanntgegeben. An der OpenSocial-Initiative beteiligen sich außer dem Google-eigenen Netzwerk Orkut [Link entfernt] und dem Internetportal LinkedIn andere soziale Netzwerke wie Hi5, Friendster [Link entfernt] , Plaxo [Link entfernt] , Six Apart und der deutsche Marktführer Xing sowie die Softwareunternehmen Oracle und Salesforce.