Interconnection

Zeitung: Mobilfunker wollen höhere Gebühren

o2 will Terminierungsgeld von mehr als 19 Cent pro Minute
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Die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber wollen höhere Gebühren für die Weiterleitung von Gesprächen aus anderen Netzen durchsetzen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe. Die Bundesnetzagentur muss bis Ende November über die Anträge der Netzbetreiber entscheiden.

Besonders die Weiterleitung eines Gesprächs ins o2-Netz soll deutlich teuer werden: Die Münchner wollen zum 1. Dezember ein Terminierungsentgelt von 19,63 Cent pro Minute durchsetzen. Das geht aus den von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Anträgen hervor. Bislang erhält der Anbieter - wie E-Plus - minütlich 9,94 Cent.

Auch E-Plus will sich nicht mit der bisherigen Höhe der Interconnection-Gebühr begnügen und fordert künftig 12,4 Cent. T-Mobile will statt bisher 8,78 Cent ein Entgelt von 10,92 Cent pro Minute erreichen, Vodafone für die Dauer von vier Monaten 9,58 Cent, dann für ein Jahr 8,97 Cent pro Minute.

Mit den höheren Durchleitungsgebühren wollen die Netzbetreiber offenbar Verluste durch immer weiter sinkende Preise für abgehende Telefonate aus ihren Netzen kompensieren. Die Bundesnetzagentur hatte im vergangenen Jahr in den Mobilfunkmarkt eingegriffen und die Gebühren um 20 Prozent gesenkt.

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