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Nokia will Navigationsspezialisten Navteq übernehmen

Eine der größten Übernahmen des Handy-Konzerns
Von ddp / Marie-Anne Winter
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Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über die Übernahme des US-Navigationsgeräte und -softwareherstellers Navteq. Der Kauf wäre eine der größten Übernahmen des Konzerns, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) und beruft sich auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise.

Die Übernahme folge den Plänen von Nokias Vorstandsvorsitzenden Olli-Pekka Kallasvuo, das Unternehmen vom Mobiltelefonhersteller zu einem umfassenden Software- und Dienstleistungsanbieter umzubauen, schreibt die Zeitung weiter. Navteq verfüge über eine Marktkapitalisierung von 7,6 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro). Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe das in Chicago ansässige Unternehmen einen Umsatz von 202 Millionen Dollar und ein Nettoergebnis von 41 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Navteq stellt digitale Straßenkarten für 69 Länder auf sechs Kontinenten zur Verfügung. Unter anderem basieren die Navigationsgeräte in Fahrzeugen von Volkswagen, Mercedes-Benz, Chrysler und Ford auf dem Kartenmaterial von Navteq. Weder Navteq noch Nokia waren gegenüber der Zeitung bisher für Stellungnahmen erreichbar.

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