Kurztest

Erste Erfahrungen mit dem o2-Discounter Fonic

Freischaltung der SIM-Karte dauerte am ersten Tag bis zu drei Stunden
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Auch dem Kundenmenü geht dann auch hervor, dass nicht nur die erste automatische Aufladung frühestens nach sieben Tagen erfolgt. Auch eigene Aufladungen können erst sieben Tage nach der Freischaltung vorgenommen werden. Maximal kann man 30 Euro pro Tag und 200 Euro pro Monat aufladen.

Ebenfalls über das Kundenmenü veranlassen kann man einen kostenlosen Telefonbuch-Eintrag und eine Sperre für die Anwahl von 0900-Servicenummern. Für diese Sperre berechnet Fonic einmalig 10 Euro. Die SIM-Karte lässt sich deaktivieren (später kann sie gegen 5 Euro von der Hotline auch wieder eingeschaltet werden) und man kann eine Ersatzkarte bestellen. Auch die automatische Guthaben-Aufladung lässt sich her deaktivieren.

Abseits dessen können die persönlichen Daten, die Zahlungsdaten und das persönliche Kennwort geändert werden. Die Guthaben-Anzeige im Kundenmenü kann nach Fonic-Angaben bis zu vier Stunden zeitversetzt sein. Der Anbieter empfiehlt die Abfrage via Handy über den USSD-Code *101#.

Bis zur Freischaltung ist die Rufnummer offiziell nicht vergeben

Bis zur Freischaltung der Karte hört man bei Anrufversuchen zur Fonic-Rufnummer eine Ansage, der zufolge die gewählte Nummer nicht vergeben ist. Das Handy bucht sich nicht ins Netz ein. Direkt nach der Aktivierung ist man telefonisch erreichbar, kann aber selbst noch nicht telefonieren, da das Startguthaben noch nicht aufgebucht ist. Im Handy-Display erscheint die Netzbetreiber-Kennung o2 - de.

Schon vor der Aufbuchung des Startguthabens verschickt o2 die Konfigurationsdaten für WAP, Web und MMS. Dabei handelt es sich um die gleichen Daten wie für LOOP-Kunden, während für Tchibo-Kunden andere Zugangsdaten gelten. Sobald das Startguthaben zur Verfügung steht, erhält man einen entsprechenden Hinweis per SMS und Fonic informiert in einer zweiten Kurzmitteilung über die Freischaltung der Karte.

Umleitungen zur Mailbox und Anrufinfo per SMS

Die bedingten Rufumleitungen sind zur Mailbox eingerichtet, die kostenlos abgerufen werden kann. Schaltet man die Umleitungen aus, so ist die Anrufinfo per SMS aktiv, die für Anrufer - wie auch bei o2-Vertrags- und -LOOP-Karten - kostenpflichtig ist. Der Versuch, dieses Leistungsmerkmal von der Hotline deaktivieren zu lassen, scheiterte daran, dass die Kundenbetreuung dauerbesetzt war. Wenn wir einmal durchkamen, landeten wir in der Warteschleife - kein billiger Spaß, denn hierfür werden 49 Cent pro Minute berechnet.

Bei abgehenden Telefonaten wird standardmäßig die Handynummer übertragen. Berechnet werden - wie berichtet - derzeit 9,0 Cent pro Minute. Durch Vorwahl des Codes #31# lässt sich die Anzeige abschalten. Datenübertragungen per GPRS im GSM-Netz sind wie erwartet problemlos möglich. Auch das Einbuchen ins UMTS-Netz glückte kurz. Es waren dann aber weder Telefonate noch Datenverbindungen möglich. Erst nach dem Zurückbuchen ins GSM-Netz funktionierte die Karte wieder.

Fazit

Im Prinzip klappt die Aktivierung der Fonic-Karte zum Start schon recht gut. Ärgerlich waren die sehr langen Wartezeiten heute Nachmittag und die schlechte Erreichbarkeit der Kundenbetreuung. Negativ ist die automatische Aktivierung des Leistungsmerkmals Anrufinfo per SMS. Das macht o2 allerdings auch bei anderen Karten in seinem Netz. Auch dass man zunächst der automatischen Aufladung zustimmen muss (auch wenn man diese anschließend wieder ausschalten kann) und dass Aufladungen erst nach sieben Tagen möglich sind, ist nicht kundenfreundlich. Auf die fehlende Auflademöglichkeit in der ersten Woche nach Kartenfreischaltung sollte der Anbieter zumindest während der Aktivierung hinweisen, so dass man gegebenenfalls mehr als 10 Euro als Erstguthaben wählt.

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