Highlights und Dauerbrenner

IFA-Trends: Größer, flacher, breiter - und möglichst vernetzt

Die aktuellen und künftigen Entwicklungen in der Medienwelt
Von Marie-Anne Winter

Bei den Ankündigungen zu den diesjähringen IFA-Trends kommt man sich fast so vor, als sei man wieder im vergangenen Jahr gelandet: Die Riesen-Flachbildfernseher sind noch ein bisschen größer als beim letzten Mal, aber im Prinzip sehen sie ganz ähnlich aus. Neben den immer größeren und noch flacheren Bildschirmen werden dazu passend das hochauflösende Full-HDTV und natürlich Fernsehen per Internet präsentiert. Offenbar handelt es sich hierbei nicht um kurzfristige Trends, sondern um die allgemeine Marschrichtung, in die es sicherlich in den nächsten Jahren weiter gehen wird.

Auf der IFA-PreView, der größten Presse-Veranstaltung im Vorfeld der IFA, die ab heute bis zum 5. September in Berlin stattfindet, stimmten Journalisten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland darüber ab, was die wichtigsten Trends der Unterhaltungselektronik (CE) in diesem Jahr sein werden. Und tatsächlich kürten die rund 300 Vertreter von Fach-, Wirtschafts- und Publikumsmedien das Thema Full-HD (hochauflösendes Fernsehen) mit 23,7 Prozent aller Stimmen zum bedeutendsten Trend der IFA 2007. Den zweiten Platz belegte mit 11.5 Prozent der Trend zu immer größeren Flachbildschirmen und dicht dahinter landeten mit 11,3 Prozent das Fernsehen über das Internet-Protokoll (IPTV) und die schon vom Röhren-TV her bekannte 100 Hertz-Technik, die nun auch beim HD-Fernsehen für Flimmerfreiheit und größere Bildschärfe sorgen soll.

Home Entertainment und Konvergenz

Neben den genannten Trends wird es aber auch um den Kampf um die DVD-Nachfolge gehen - hier sind die Stichworte Blu-ray und HD-DVD. Auch das komplexe Thema der Heimvernetzung wird wieder aufgegriffen. Das passt zum Telekom-Trend Konvergenz, also das Zusammenwachsen der bisherigen Teilbereiche Festznetz, Internet und Mobilfunk, der sich in den entsprechenden Bündel-Produkten der Telekom-Anbieter, auch Triple-Play- oder Quadruple-Play-Produkte genannt.

Ein anderer Aspekt der Vernetzung ist auf der Geräte-Ebene zu sehen, beispielsweise Media-Server, die sämtliche digitalen Inhalte eines Haushaltes wie Digitalbilder, Filme und Musik speichern und per Drahtlosnetzwerk in die einzelnen Räume verteilen. Damit folgt beispielsweise die Lieblingsmusik den Bewohnern von Raum zu Raum. Der neu geschaffene Bereich "IFA Home Entertainment" umfasst alle Aussteller mit einem so genannten Vollsortiment sowie TV-, DVD- und Home-Entertainment-Anbieter. Neben TV- und Videolösungen ist natürlich auch das Audio-Entertainment mit hochwertigen Soundlösungen ein wichtiges IFA-Thema. So stellt beispielsweise Xounts ein 360-Grad-System vor, das nicht nur als kabelloser Lautsprecher dient, sondern auch als Lichtquelle und Designobjekt fungieren soll.

Handlich, vielseitig und immer leistungsfähiger

IFA-Trend kleine Digicams Und dann gibt es natürlich auch in diesem Jahr die immer zahlreicheren Kleingeräte, die mobile Nutzer erfreuen und dabei immer vielseitiger, leistungsfähiger und noch kleiner werden - Navigationsgeräte, Digital- und Videokameras, Music- und Mediaplayer, Radios, Taschencomputer und Handys sowie die verschiedenen Mischformen aus diesen Geräten. Gerade die neuen Kameras sind einer der wichtigsten Wachstumsmotoren der Branche. Ein weiterer Schwerpunkt ist daher Digital Imgaging, weshalb die IFA für Kamera-Hersteller immer wichter wird. Rechtzeitig vor dem nahenden Weihnachtsgeschäft zeigen die Produzenten in Berlin zahlreiche neue Modelle. Auflösungen von zehn Millionen Pixel sind dabei fast schon Standard, ebenso wie Bildstabilisatoren. Digitale Gesichtserkennungen sollen Porträts klarer und schärfer aussehen lassen. Und die Einsteiger-Modelle werden immer günstiger, nicht nur bei den Digital-Kameras.

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Artikel aus dem Themenspecial "IFA&Konvergenz"