E-Mail-Dienste

Freemail-Anbieter im Vergleich: Nicht jeder hat alles

Es hapert bei den Freemail-Anbietern entweder an Speicherplatz, Sicherheit oder Komfort
Von Verena Wolff
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Eine E-Mail-Adresse gehört heute genauso selbstverständlich zu den persönlichen Daten wie eine Telefon- und Handy-Nummer. Außerhalb der professionellen Adressen in Firmen-Netzwerken begnügen sich die meisten User allerdings mit einer Adresse bei den Freemail-Anbietern - jenen Anbietern also, bei denen die Adressen kostenlos zu haben sind. AOL, GMX, web.de, Hotmail (jetzt: Windows Live Hotmail) und Yahoo! sind die Klassiker unter diesen Freemailern - diese Dienste gibt es fast schon so lange wie das Internet selbst. Verbreitet und beliebt sind zudem die E-Mail-Dienste von Arcor, freenet, Lycos (bald Jubii) und Google. Wen die Werbung wenig stört, die grundsätzlich mit den kostenlosen Angeboten einher geht, findet bei allen Freemail-Anbietern zufriedenstellende Dienste - beim einen allerdings gibts mehr, beim anderen weniger. Perfekt ist keines der Freemail-Angebote: Es hapert entweder an Speicherplatz, an Sicherheit oder an kleinen Zugaben, die den elektronischen Postversand einfacher machen.

ICQ, Skype, Miranda & Co.
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Die Anzahl der E-Mail-Adressen variiert je nach Freemail-Anbieter - Spitzenreiter ist Arcor mit 15 Adressen, zahlreiche andere Anbieter belassen es bei einer Adresse pro Account. Wirklich notwendig ist tatsächlich nicht mehr als eine Adresse vor dem Klammeraffen. Praktisch allerdings ist es schon, wenn man nicht immer die persönliche Adresse durchs Web schicken muss, um etwa bei Preisausschreiben oder Gewinnspielen mitzumachen. Denn wer eine alternative Adresse hat, die auf dem gleichen Account aufläuft, kann diese in der Regel filtern -und somit lästigen Spam abwenden, der nicht selten mit Aktionen im Web einhergeht.

Die Anmeldung läuft bei allen Anbietern über das Internet. Damit keine automatischen Spammer-Adressen eingerichtet werden, verlangen einige Dienste eine Verifizierung durch das Abtippen einer verschlüsselten Zahlen-Buchstaben-Kombination. Andere Freemail-Anbieter verifizieren ihre User per Briefpost, die einen Code enthält, mit dem sich das Postfach freischalten lässt.

Google Mail sorgte für eine kleine Revolution

Freemail-Anbieter gewähren ihren Usern viel Speicherplatz Als Google mit seinem G-Mail auf den Markt ging, passierte etwas nahezu sensationelles auf dem Freemailer-Markt: Der Ableger der Suchmaschine gestand seinen Nutzern eine nahezu gigantische Fülle an Speicherplatz zu. Ein Gigabyte war das einst, inzwischen sind es fast drei - und es wird minütlich mehr. Auch andere Freemail-Anbieter gewähren ihren Usern viel Platz: Yahoo! lässt gleich jede Begrenzung weg, Lycos hält vier Gigabyte pro Briefkasten bereit. Microsoft mit seinem neuen Dienst Windows Live hält, ebenso wie AOL, zwei Gigabyte pro Kunden vor. Ein Gigabyte gibts bei GMX, 50 Megabyte bei Arcor. Schlusslichter in Sachen Speicherplatz sind freenet und web.de mit 20 bzw. 12 Megabyte.

Der Speicherplatz ist nicht nur praktisch, was das Lagern und Verwalten von E-Mails angeht - ein Postfach bei einem Freemailer bietet sich auch als Speichermedium an, wenn man den eigenen Rechner, etwa auf Urlaubsreisen, zu Hause lässt. Mit dem Speicherplatz einher geht aber natürlich auch die Anzahl der Mails, die in einem Postfach gespeichert werden können. Hier ist das kostenlose Postfach von web.de das einzige, das eine Begrenzung von 500 hat. Alle anderen lassen unbegrenzt viele Mails in den Ordnern zu. Keiner der Freemail-Anbieter macht zudem Vorgaben, was die Speicherdauer angeht.

In Sachen Mail-Anhänge haben die verschiedenen Freemail-Anbieter sehr unterschiedliche Restriktionen. Während web.de - bedingt durch das kleine Postfach - nur Attachments mit drei Megabytes rein- und raus lässt, hat Arcor mit 35 Megabytes das größte Volumen für Mail-Anhänge. Wer also häufiger große Fotos oder Musikdateien verschickt, sollte sich bei der Anmeldung bei einem Freemailer genau anschauen, wie viele Megabyte er pro Mail senden und empfangen kann.

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