Ratgeber

Surfen mit Modem oder ISDN: Was gilt es zu beachten?

Tipps & Tricks zum Surfen über die Schmalband-Telefonleitung
Von Thorsten Neuhetzki
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50 MBit/s per VDSL, 16 MBit/s per ADSL2+, 7,2 MBit/s über HSDPA - die maximalen Bandbreiten, die den Nutzern heutzutage angeboten werden, steigen nahezu ins Unermessliche. Noch vor wenigen Jahren war die Vorstellung, dass man 16 oder gar 50 MBit/s pro Anschluss über die Telefonleitung und 7,2 MBit/s über das Mobilfunknetz transportieren kann, nahezu unglaublich. Doch bei aller Bandbreiten-Hysterie, die es in Deutschland gibt: Noch immer sind viele Internetnutzer gezwungen, über ein Schmalband-Modem oder eine ISDN-Karte zu surfen, da sie nicht mit einem Breitband-Angebot versorgt werden. Möglichkeiten, ohne DSL schnell zu surfen haben wir schon vor einiger Zeit für Sie zusammengestellt. Dennoch: Oftmals ist keine der Alternativen verfügbar oder die Alternativen sind zu teuer. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie das Surfen per Schmalbandleitung bequemer gestalten können, und zeigen auch, welche Kosten-Aspekte es zu beachten gilt.

Der richtige Zugangstarif

AVM BlueFRITZ! Nutzer, die ihren Zugang nur benötigen, um ein bis zwei mal pro Woche für wenige Minuten ins Internet zu gehen, sollten sich einen festen Provider suchen, der konstante Tarife verspricht. Denn wählt man sich nach einigen Tagen Internet-Abstinenz mit dem gleichen Anbieter ein, der bei der letzten Einwahl noch 0,01 Cent pro Minute kostete, so kann dieser inzwischen 10 Cent pro Minute berechnen. Daher sollte für diesen Nutzertyp ein Zugang mit Tarifgarantie gewählt werden. Hier ist es auch sinnvoll, auf einen Anbieter zu setzen, der zu jeder Tageszeit den selben Minutenpreis anbietet. Eine Auswahl der empfehlenswerten Tarife für diesen Nutzertyp finden Sie mit diesem speziellen Link zu unserem Tarifrechner. Preislich konstante Anbieter zeichnen wir auch regelmäßig mit unserem Tarifsiegel aus.

Wer nahezu täglich und zu unterschiedlichen Zeiten online geht, kann zwar auch einen der langfristig garantierten Rund-um-die-Uhr-Tarife nutzen, surft aber unter Umständen zu teuer. Wer sich die Mühe machen möchte, um auch den letzten Zehntelcent zu sparen, der kann sich über unseren Internet-by-Call-Tarifrechner über die billigsten Zugänge informieren. Nutzer dieser Zugangstarife sollten jedoch peinlichst genau darauf achten, dass sie nicht in den teuren Zeitzonen weitersurfen und dass die Tarife zum Zeitpunkt der Einwahl nach wie vor gültig sind. Eine Alternative sind hier Software-Lösungen, die automatisch einen günstigen Zugang heraussuchen und auch davor warnen, wenn dieser teurer wird. Eine solche Lösung bietet teltarif.de mit dem Discountsurfer an.

Flatrates locken Poweruser, die nicht erwünscht sind

Vielnutzer haben mittlerweile wieder die Möglichkeit, eine Flatrate für Modem oder ISDN zu nutzen. Diese Pauschaltarife gibt es von Arcor, alster24 sowie T-Online. Auch regionale Telefongesellschaften bieten zum Teil Schmalbandflatrates an. Einen Überblick haben wir vor einiger Zeit zusammengestellt. Bei Arcor gibt es allerdings das Problem, dass Vielnutzer zunächst statt knapp 15 Euro dann 30 Euro pro Monat zahlen sollten und bei unverminderter Nutzung den Tarif gar nicht mehr nutzen können. Nach Nutzerberichten soll es hier jedoch helfen, ab und an die abgehende Rufnummer zu ändern. Das ist natürlich nur bei ISDN-Anschlüssen mit mehreren Rufnummern möglich. Auch bei der knapp 30 Euro im Monat kostenden alster24-Flatrate gibt es schon erste Hinweise von Nutzern, denen eine Zugangssperrung angedroht wurde. Von der knapp 80 Euro teueren T-Online-Flatrate für ISDN und Modem ist so etwas aktuell noch nicht bekannt.

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