Ende

Hype um Crash-Tarife offenbar vorbei

5-Cent-Tarif jedoch kaum noch im Angebot
Kommentare (910)
AAA
Teilen

Am 9. Juli ging debitel mit seinen Crash-Tarifen an den Start. Besonders beliebt war und ist dabei das Crash-5-Preismodell, bei dem Gespräche in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr 5 Cent pro Minute kosten. Der Versand einer SMS kostet 20 Cent und die monatliche Grundgebühr ist mit 2,95 Euro recht niedrig.

Allerdings ist es nicht möglich, den Tarif jederzeit zu bestellen. Vielmehr zeigt die Internet-Seite, über die die Crash-Angebote vermarktet werden, immer fünf aktuell und fünf in Kürze buchbare Tarife mit den dazu gehörenden Nummern. Wer als erster auf den gewünschten Tarif klickt, kann diesen bestellen. Für andere Interessenten steht das jeweilige Angebot dann nicht mehr zur Verfügung.

In den ersten Tagen nach Vermarktungsstart gab es einen großen Ansturm auf die Crash-Tarife. Bei Tests der teltarif.de-Redaktion gelang es lediglich zweimal zu nachtschlafender Zeit, Crash-5-Tarife zu bekommen. Selbst der Crash 9, bei dem die Minutenpreise in alle Netze bei 9 Cent liegen, waren nur noch schwer erhältlich. debitel musste nach Angaben seiner Pressestelle Server-Kapazitäten nachrüsten, um dem Ansturm gerecht zu werden.

Crash 9 und Crash SMS fast jederzeit problemlos erhältlich

Inzwischen hat sich der Hype um die Crash-Tarife allerdings gelegt. Auch tagsüber sind Crash 9 und Crash SMS, die dritte Tarif-Variante, fast jederzeit problemlos zu bekommen. Dabei kann man in der Regel sogar abwarten, bis man eine möglichst schöne Rufnummer im gewünschten Netz bekommt. Crash-Angebote gibt es in den Netzen von T-Mobile, E-Plus und o2.

Sehr rar geworden sind allerdings die von debitel selbst als "limitiert" gekennzeichneten Crash-5-Pakete. Tauchten diese Preismodelle in den ersten Tagen nach Vermarktungsstart nachts und morgens noch häufiger auf, so kommt es inzwischen vor, dass auch über viele Stunden nur noch Crash 9 und Crash SMS angeboten werden.

Der 9-Cent-Tarif und Crash SMS, bei dem Telefonate einheitlich 13 Cent pro Minute und SMS ebenfalls 13 Cent kosten, sind allerdings nicht so attraktiv wie Crash 5. Im Gegensatz zum 5-Cent-Preismodell, das nur eine sechsmonatige Mindestlaufzeit hat, muss man sich in den beiden anderen Tarifen für ein ganzes Jahr an den Vertrag binden. Außerdem kann man mit anderen, auch auf "normalem Weg" erhältlichen Tarifen, zu ähnlichen Konditionen telefonieren.

Bei der Zehnsation von E-Plus oder simply ten von simply kostet die Minute in alle Netze zwar 10 Cent. Dafür gibt es anstelle einer Grundgebühr "nur" einen Mindestumsatz. Der ist mit 10 Euro monatlich allerdings so hoch, dass sich der Tarif nicht lohnt, wenn man nur selten mit dem Handy telefoniert. Andere Discounter bieten Minutenpreise um 14 bzw. 15 Cent in alle Netze und verzichten dabei ganz auf Grundgebühren oder Mindestumsätze.

Teilen

Weitere Meldungen zu den Crash-Tarifen von debitel