Vergleich

DSL ohne Festnetz-Anschluss im Preisvergleich

Was haben 1&1, freenet, Tele2 & Co. dem Kunden zu bieten?
Von Björn Brodersen

Bei Gesprächen über den VoIP-Anschluss zu Anrufzielen, die nicht durch den Flatrate-Tarif abgedeckt sind, langen manche Anbieter kräftig zu: Strato etwa berechnet für Gespräche in die deutschen Mobilfunknetze 22,2 Cent pro Minute, bei Tele2 sind es 22 Cent, bei 1&1 21,9 Cent. Die günstigsten Verbindungspreise für Anrufe auf deutsche Mobilfunkanschlüsse im Inland bietet QSC mit 15,9 bzw. 19,9 Cent - je nach Netz - pro Minute in seinem IPfonie-Tarif an. Bei 1&1 und Tele2 können gegen monatlichen Aufpreis von knapp 5 Euro spezielle Mobil-Optionen gebucht werden, in denen die Minutenpreise für Verbindungen zu Mobilfunkanschlüssen auf jeweils 9,9 Cent.

Wer viel ins europäische Ausland telefoniert, findet eventuell die VoIP-Flatrate von freenet am attraktivsten, denn hier sind nicht nur Gespräche ins deutsche Festnetz sondern auch in die Festnetz von sieben weiteren Ländern (Österreich, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Spanien und Dänemark) inklusive. Tele2 bietet auch hierfür eine 4,95 Euro pro Monat teure Option an, die Telefonate in die Festnetze von Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz und Spanien zusätzlich abdeckt. Wer Ausland-Flatrate und Mobil-Option von Tele2 kombiniert, zahlt einen reduzierten Optionspaketpreis von 8,95 Euro pro Monat.

Hohe Telefoniepreise eines DSL-Anbieters lassen sich jedoch in allen Fällen durch die Wahl eines Benutzerkontos unabhängigen VoIP-Anbieter umgehen, die mit jedem DSL-Anschluss genutzt werden können. Dabei ist es sogar möglich, mehrere VoIP-Accounts nebeneinander für spezielle Gesprächsziele zu nutzen. Nicht vergessen sollte man im Zusammenhang der Zusatzkosten auch die Entgelte für Anrufe der Anbieter-Hotline, die teilweise sehr teuer sind.

Auf Einstiegsangebote achten

VoIP-fähige Hardware, an die man die vorhandenen herkömmlichen Telefonapparate einfach anschließen kann, erhalten Neukunden in der Regel zum Subventionspreis vom Provider. Eine Ausnahme bildet hier QSC: Der Kölner Netzbetreiber stellt seinen Kunden einen bloßen DSL-Router leihweise für die Dauer der Vertragslaufzeit zur Verfügung. Wer auch bei ausgeschaltetem Computer über das Internet telefonieren möchte, muss sich einen VoIP-Adapter selbst besorgen. Aktuelle Top-Geräte zum Versandkostenpreis erhalten die Kunden bei 1&1, freenet, o2 und Strato, bei Tele2 kommen für die Hardware in jedem Fall noch 29,55 Euro zum einmaligen Anschluss-Bereitstellungspreis von 19,95 Euro. Hier können Einsteiger und Provider-Wechsler oftmals viel Geld sparen, wenn sie aktuelle Aktionsangebote miteinander vergleichen. In unserer Übersicht auf der folgenden Seite sind die aktuellen Preisaktionen der Anbieter bereits berücksichtigt.

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium kann auch die Mindestvertragslaufzeit sein. Wer sich jetzt auf lange Zeit an einen Provider bindet, kann in den kommenden Monaten nicht auf neue DSL-Angebote reagieren. Die kürzeste Mindestvertragslaufzeit in unserem Vergleich bietet Tele2 seinen Kunden mit sechs Monaten an, andere Provider wie 1&1, freenet oder Strato bestehen auf einer zweijährigen Mindestvertragslaufzeit.

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