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Mobilfunk-Tarife ohne Grundgebühr im Vergleich

Günstige Angebote diesseits der Discounter
Von Marie-Anne Winter
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Mit Mobilfunkverträgen ohne Grundgebühr warben vor einigen Jahren vor allem die Mobilfunk-Provider um neue Kunden. Oftmals boten diese Verträge die gleichen Konditionen wie der Original-Tarif des Netzbetreibers, die Grundgebühr wurden entweder erstattet oder - das war die angenehmere Variante - erst gar nicht berechnet. Nachdem aber die rasanten Boomjahre um die Jahrtausendwende vorbei waren und die Netzbetreiber angesichts des zunehmenden Kostendrucks ihre Provisionen kürzten und auch die Geräte-Subventionen zusammengestrichen wurden, verschwanden auch die Tarife ohne Grundgebühr.

Häufig wurden die Grundgebühren nämlich durch den separaten Verkauf der vom Netzbetreiber dazu gelieferten Geräte finanziert. Die Kunden bekamen den gewünschten Tarif für die Mindestvertragslaufzeit von zumeist 24 Monaten ohne die monatlichen Grundkosten, aber eben kein Handy dazu. Diese Rechnung ging nicht immer auf, aber in den meisten Fällen konnte man auf diese Weite einen einigermaßen günstigen Mobilfunktarif bekommen.

Bewegung kam vor allem wieder durch das Auftreten der Mobilfunk-Discounter in den Markt. Mit Tchibo ging im Herbst 2004 ein erster Anbieter mit einem Discount-Modell an den Start. Mit einem Minutenpreis von 35 Cent zu jeder Zeit in alle Netze war das Angebot zu jener Zeit unschlagbar günstig. Später trat dann simyo erstmals in Erscheinung und bietet seitdem eine Prepaidkarte an, mit der man inzwischen nur noch 15 Cent pro Minute in alle deutschen Netze zahlt. Auch die SMS sind mit einem Stückpreis von 10 Cent günstiger als bei vielen Laufzeitverträgen. Durch simyo wurde im deutschen Mobilfunkmarkt ein echter Preisrutsch ausgelöst - plötzlich gab es wieder Tarif-Angebote ohne monatliche Grundkosten, die auch noch günstige Gesprächspreise boten. Im Rahmen unseres Themenmonats zu den Mobilfunk-Discountern möchten wir uns heute Mobilfunk-Verträge ohne Grundgebühr näher ansehen. Diese werden nicht wie die typischen Prepaid-Discounter per Vorauszahlung abgewickelt, sondern man bekommt am Ende eines Abrechnungsintervalls eine Mobilfunkrechnung (in der Regel online) und hat entsprechend eine Vertragslaufzeit, die allerdings sehr kurz sein kann.

Die Angebote im Einzelnen

Mobilfunk-Provider Victorvox beispielsweise bietet über seine Discount-Marke simply neben seinem Prepaid-Angebot auch einen Postpaid-Tarif ohne monatliche Grundgebühr an. Dieser Tarif kann monatlich zwei Wochen vor Ende der Laufzeit gekündigt werden. Die Minutenpreise liegen mit 18 Cent in alle deutschen Netze etwas über den Minutenpreisen der Prepaid-Discounter, dafür kann man die Option Best-Tarif-Vergleich für 1,32 Euro monatlich buchen, mit der man auf jeden Fall am Ende günstiger telefonieren soll als mit den Angeboten der Konkurrenz. SMS kosten 13 Cent. Innerhalb von drei Monaten muss mindestens ein kostenpflichtiges Gespräch geführt werden. Allerdings handelt es sich streng genommen auch bei dem im Prepaid-Verfahren abgerechneten simply-Tarif um einen Vertrag ohne Laufzeit, den wir aber in diesem Vergleich nicht berücksichtigen.

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