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Keine Datenoptionen bei Crash-Tarifen

Für mobile Surf-Sessions ist der 5-Cent-Tarif somit zu teuer
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Wie berichtet bietet debitel seit gestern offiziell die Crash-Tarife mit Minutenpreisen ab 5 Cent in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze an. War es am Wochenende - vor dem offiziellen Start der Angebote - tagsüber schon schwierig, einen Crash-5-Tarif zu erwischen, so taucht dieses Preismodell tagsüber nun fast gar nicht mehr auf.

In der Nacht von Sonntag auf Montag waren zunächst recht viele Crash-5-Tarife im Angebot. Allerdings konnte man ab etwa 1 Uhr beobachten, dass dieser Tarif immer seltener auftauchte. Wurden nachts vor allem 5-Cent-Tarife im o2-Netz angeboten, so waren es gestern Vormittag vor allem SIM-Karten im T-Mobile-Netz mit diesem Preismodell.

Nachmittags tauchte Crash 5 praktisch nicht mehr auf. Erst in den Nachtstunden hatte man erneut die Gelegenheit, eine dieser begehrten Karten zu erwischen. Schon in den Morgenstunden wurde Crash 5 aber wieder seltener. Tagsüber findet man ihn kaum noch auf der speziell für diese als Last-Minute-Tarife bezeichneten Angebote geschalteten Homepage.

Crash 9, mit einem Minutenpreis von 9 Cent in alle Netze, und Crash SMS, bei dem Telefonate und SMS 13 Cent pro Minute bzw. pro Kurzmitteilung kosten, sind nach wie vor durchgehend verfügbar und mit ein wenig Geduld gelingt es auch, eine solche Karte zu ergattern. Beim Crash 5, den der Anbieter selbst als "limitiert" deklariert, klappt dies kaum noch.

Daten mit Crash-Tarifen: Bis zu 9,27 Euro pro Megabyte

Zunächst sah es danach aus, dass es mit den Crash-Tarifen auch möglich ist, einige Datenoptionen zu buchen. Die verfügbaren Datentarife wurden in der auf der Anbieter-Homepage als PDF-Dokument abrufbaren Preisliste genannt und auch die debitel-Pressestelle bestätigte auf Anfrage von teltarif.de, dass die Tarife gebucht werden können.

Heute erklärte nun die Pressestelle gegenüber teltarif.de, es handele sich hierbei um einen Fehler in der Preisliste. Eine korrigierte Version sei in Vorbereitung und soll in Kürze online gehen. Damit sind mit den Crash-Tarifen nur die Standard-Datenoptionen der Netzbetreiber zu bekommen, die auch bei Auslieferung der Karte voreingestellt sind.

Wer öfter mobile Datendienste nutzt, wird als Crash-Telefonierer um eine separate Daten-SIM nicht herumkommen. Für regelmäßige Nutzung sind die Standardtarife schichtweg zu teuer. Im T-Mobile-Netz gilt die zeitbasierte Abrechnung, wobei noch bis Monatsende 9 Cent für 10 Minuten und ab 1. August 9 Cent pro Minute abgerechnet werden. Stolze 6 Euro pro Megabyte zahlen Crash-Kunden im E-Plus-Netz. Noch teurer wird es im o2-Netz, wo das Megabyte gar mit 9,27 Euro zu Buche schlägt. Zum Vergleich: simyo, Blau.de und ALDI-Talk berechnen pro Megabyte lediglich 24 Cent.

EU-Roaming-Tarif bei Crash-Angeboten sukzessive ab Ende Juli

Wie die debitel-Pressestelle gegenüber teltarif.de weiter erläuterte, werden die Roaming-Preise bei den Crash-Tarifen ab 25. Juli sukzessive den EU-Vorgaben angepasst. Details und einen genauen Zeitplan konnten noch nicht genannt werden. Man geht aber davon aus, dass auch hier die Original-Netzbeteiber-Konditionen übernommen werden.

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