Erlöse

Deutsche Telekom will Telefonauskunft verkaufen

Bereits Anfragen von zahlreichen Interessenten
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Telekom-Chef René Obermann bereitet einem Medienbericht zufolge einen Konzernumbau vor, der weit über bisher bekannte Pläne hinausgeht. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, will sich der Konzernchef auch von Unternehmensbereichen trennen, die zum Kerngeschäft zählen. So solle die Telefonauskunft 11833 verkauft werden. "Wir prüfen alle strategischen Optionen", zitiert das Magazin Vorstandskreise. Bereits in den kommenden Wochen erwarte man attraktive Gebote.

20 Interessenten, darunter vor allem Call-Center-Betreiber aus dem In- und Ausland, hätten bereits nach dem Verkaufsprospekt gefragt. Betroffen wären rund 40 Telekom-Mitarbeiter, da die Anfragen, so heißt es aus dem Unternehmen, schon jetzt "mehrere hundert Call-Center-Agenten" bei externen Dienstleistern beantworten. Die Telekom hoffe auf einen Verkaufserlös in "mittlerer dreistelliger Millionenhöhe".

Als Orientierungsgröße gelte die Börsenkapitalisierung des Hauptkonkurrenten Telegate, der derzeit mit etwa 450 Millionen Euro bewertet wird, beim Umsatz aber hinter der Telekom-Auskunft liegt. Dort sorgen pro Jahr etwa 123 Millionen Anrufe für einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro. Damit kommt der Konzern auf einen Marktanteil von über 60 Prozent.

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