Studi-Tarif

E-Plus bringt Billigangebot für Studenten

Mit Youni-Mobile ab 6 Cent pro Minute telefonieren
Von Marie-Anne Winter
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E-Plus-Chef Thorsten Dirks will die Konkurrenten T-Mobile, Vodafone und o2 mit einer neuen Discountmarke angreifen. Das neue Angebot wird ab dem 10. April erhältlich sein, die Vermarktung wird über die Internet-Seite des Anbieters erfolgen, gleichzeitig soll das Starter-Paket auch in Mensen, Cafeterien oder Copy-Shops im Uni-Umfeld verkauft werden.

Die WirtschaftsWoche hatte heute morgen über den geplanten Neustart berichtet, mittlerweile liegt auch eine entsprechende Mitteilung von E-Plus selbst vor. Youni-Kunden können mit einer vorausbezahlten Prepaid-Karte nicht nur für 6 Cent pro Minute untereinander telefonieren - der Preis gilt auch für alle Telefonate ins Festnetz einer frei wählbaren Universitätsstadt. Für alle anderen Gespräche in deutsche Netze zahlt man 16 Cent pro Minute. Dabei fallen für Sonderrufnummern, Premium-Dienste und Roaming gesonderte Tarife an. Die Abfrage der Mailbox ist kostenlos. SMS kosten innerhalb der Youni-Mobile-Community 6 Cent pro Mitteilung, ansonsten werden 16 Cent pro SMS berechnet. Zudem bekommen Youni-Kunden kostenlos SMS-Infos vom Campus und Zugriff auf ein Web-Portal mit Studieninformationen.

Das Starter-Pack mit der SIM-Karte kostet 9,95 Euro, enthalten sind 5 Euro Startguthaben. Zum Kauf des Paketes soll kein Studenten-Ausweis notwendig sein. Entwickelt und betrieben wird das Angebot von Studenten und Mitarbeitern der Deutschen Elbkom GmbH, einer Ausgründung der Technischen Universität Dresden (TUD). Im Vorfeld habe man 600 Studenten intensiv über ihr Mobilfunk-Nutzungsverhalten befragt. Das Produkt sei ein direktes Ergebnis dieser Studie. Der Kern des Angebots sei die Botschaft "Von Studenten für Studenten". Im Beirat der Gesellschaft sitzen Professor Torsten J. Gerpott (Lehrstuhl für Telekommunikationswirtschaft der Universität Düsseldorf) und Micheal Schefczyk (SAP-Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation, TU Dresden)

E-Plus-Chef Dirks seinerseits will damit die vor zwei Jahren mit simyo und Base begonnene Zweitmarken-Strategie von E-Plus konsequent fortführen. Youni-Mobile ist dabei nur ein weiterer Schritt im Kampf um Marktanteile. Demnächst wollen weitere Angebote für spezifische Zielgruppen folgen. Youni-Mobile soll im Laufe des Jahres in weiteren Universitätsstädten vermarktet werden.

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