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Arcor setzt künftig 032 für PIA ein, directbox 01803-Nummern

Bundesnetzagentur schränkt Ortsnetznummern für Mailboxen ein
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Verschiedene E-Mail- und Domain-Hoster bieten ihren Kunden auch eine Sprach- oder Faxmailbox an. Der Einfachheit halber waren solche Rufnummern bislang meistens in einem realen Ortsnetz aufgehängt. Das ist der Bundesnetzagentur schon länger ein Dorn im Auge. Sie ist der Ansicht, dass Kunden nur in den Ortsnetzen eine Ortsnetzrufnummer haben dürfen, zu denen sie einen realen Bezug haben, sei es durch Wohnsitz oder Arbeitsplatz. Ergo ging die Behörde schon vor einiger Zeit auf diverse Anbieter zu und forderte sie ultimativ auf, die Ortsnetz-bezogenen Dienste einzustellen, soweit die Kunden nicht dort wohnen.

Der relativ kleiner Anbieter Mediabeam betreibt seit 1999 sein "Directbox"-E-Mail-System, zu dem eine kostenlos Fax- und Sprachnachrichtennummer unter der Ahauser Festnetzrufnummer 02561/959-xxxxxx angeboten wurde. Nun musste Mediabeam seinen Kunden die persönliche directBOX-Rufnummer zum 30. April kündigen. Mediabeam wurde am 15. März von der Bundesnetzagentur endgültig aufgefordert, keine Rufnummern mit der lokalen Ortsvorwahl 02561 an seine Kunden zu vergeben und Bestandskunden die Nutzung dieser Rufnummer zu kündigen. "Alle Versuche seit November 2005, diese Maßnahme auf dem Rechtsweg zu verhindern, wurden leider abgewiesen." Einen größeren Prozess mag sich Mediabeam nicht leisten, da Streitwert und Verfahrensdauer gegen die Behörde kaum abschätzbar und absehbar wären.

So forderte Mediabeam seine Kunden jetzt auf, sicherzustellen, dass die Rufnummer ab dem genannten Zeitpunkt nicht mehr veröffentlicht wird. Dazu zählen vor allem auch Kontaktinformationen auf Webseiten, in E-Mail-Signaturen, auf Visitenkarten und Briefköpfe.

Directbox gliedert das Mailbox-Angebot aus

Als Ersatz steht für Nutzer der directBOX-Tarife Eco, Get und Pro die Rufnummer 01803/505415 gefolgt von der bekannten sechsstelligen Durchwahl zur Verfügung. Ein Anruf dieser Rufnummer kostet aus dem Festnetz der Deutschen Telekom 9 Cent pro Minute, vom Mobiltelefon sind die Kosten deutlich höher und liegen zwischen 50 und 80 Cent pro Minute. Wer den Faxempfang unter einer eigenen Rufnummer seines lokalen ISDN-Anschlusses mit Hilfe einer Anrufweiterschaltung nutzen möchten, kann sich wegen einer kostengünstigen Lösung bei directbox melden.

Bei dem Angebot directBOX Free wird der Empfang von Fax- und Sprachnachrichten ab dem 1. Mai kein Leistungsbestandteil mehr sein. Für 8,90 Euro pro Jahr oder 99 Cent pro Monat kann der Tarif directBOX Eco auch künftig genutzt werden. Im Preis sind außerdem eine werbefreie directBOX-E-mail-Benutzeroberfläche sowie monatlich 30 SMS und jeweils 5 Faxe und Sprachnachrichten enthalten.

Auf Wunsch kann man sich über eingegangene Faxe per SMS benachrichtigen lassen. Wer dieses Angebot wahrnehmen will, sollte bis zum 30. April den directBOX-Tarif wechseln, sonst kann die bereits vorhandene sechsstellige Durchwahl nicht übernommen werden.

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