Unterbindung

Bundesnetzagentur: Details für R-Gesprächs-Sperrliste

Sperrliste erst ab September für R-Gesprächs-Anbieter verbindlich
Von Thorsten Neuhetzki

Die Bundesnetzagentur erstellt zurzeit eine Datenbanklösung für die Rufnummernsperrung bei R-Gesprächen. Jetzt wurden die Details des Sperrverfahrens veröffentlicht. Bei R-Gesprächen handelt es sich um Telefongespräche, deren Kosten der Angerufene nach erfolgter Zustimmung übernimmt. Durch die Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) haben Endkunden die Möglichkeit, ihre Rufnummer für die Annahme von R-Gesprächen sperren zu lassen. Das kann sinnvoll sein, wenn der Anschlussinhaber nicht immer die Kontrolle über den Anschluss hat, etwa in Hotels, am Arbeitsplatz oder wenn Kinder im Haushalt sind.

Für die Sperrung beauftragt der Anschlussinhaber seinen Telekommunikationsdiensteanbieter, die Rufnummer auf die Sperrliste setzen zu lassen. Dieser Eintrag ist kostenlos. Die Sperrliste wird von der Bundesnetzagentur in Form einer Datenbank geführt. Die Anbieter von Zugängen zum öffentlichen Telefonnetz melden der Bundesnetzagentur täglich alle bei ihnen eingegangenen Aufträge zur Sperrung oder Entsperrung einer Rufnummer. Gleichzeitig sind die Anbieter von R-Gesprächsdiensten verpflichtet, die Liste mit den Sperrdaten täglich abzurufen. Für die Löschung einer Rufnummer von der Sperrliste kann der Anbieter ein Entgelt verlangen. Allerdings sind erst ab dem 1. September alle Anbieter verpflichtet, an dem Verfahren teilzunehmen.

Artikel aus dem Themenspecial "Telefonieren im Festnetz"