802.11n

802.11n: Was bringt der neue WLAN-Standard?

Hersteller präsentierten auf der CeBIT entsprechende Hardware
Von Christian Horn
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Zu Hause auf der Wohnzimmercouch oder im Café mit dem Laptop E-Mails abrufen oder im Internet surfen ist heute für viele eine alltägliche Selbstverständlichkeit. Ebenso selbstverständlich ist, dass hierfür keine Kabel mehr ein- und ausgestöpselt werden müssen, der Internetanschluss ist drahtlos - oder eben einfach per WLAN - angebunden. Das drahtlose Internet per WLAN, das heute so selbstverständlich erscheint, war jedoch noch vor wenigen Jahren kaum verbreitet - der Funkstandard hat mittlerweile eine erstaunliche Erfolgsgeschichte hingelegt und ist heute fester Bestandteil der modernen Internet-Welt.

Nun schickt sich das drahtlose Internet per WLAN an, noch schneller zu werden und bessere Reichweiten zu erzielen. Das Zauberwort heißt 802.11n. Hinter dem Kürzel verbirgt sich der neue WLAN-Standard der internationalen Standardisierungs-Organisation IEEE, der gegenüber seinen Vorgängern 802.11a/b/g deutlich leistungsfähiger sein soll. Der neue Standard selbst ist zwar noch nicht endgültig verabschiedet, es sind aber bereits Produkte am Markt, die auf den so genannten Entwurfs-Spezifikationen (Draft) basieren und schon heute schnelleres WLAN ermöglichen. teltarif.de hat sich auf der CeBIT nach aktuellen WLAN-n-Produkten umgesehen und Hersteller befragt, welche Vorteile die neue Generation von WLAN-Produkten den Kunden bringt.

Interoperabilität von 802.11n-Produkten gewährleistet

Die AVM FRITZ!Box WLAN Fon 7270 Die gute Nachricht zuerst: Mit der zweiten Entwurfs-Spezifikation (Draft 2.0) wird die Interoperabilität von 802.11n-Produkten verschiedener Hersteller gewährleistet, erläutert Jan Schöllhammer, Product Manager beim FRITZ!Box-Hersteller AVM, im Gespräch mit teltarif.de. Diese Interoperabilität sei bei den bereits im vergangenen Jahr von verschiedenen Herstellern auf den Markt gebrachten Produkten nach Draft 1.0 noch nicht gewährleistet gewesen. Durch die geplante Zertifizierung der Draft-2-Produkte durch die WiFi Alliance wird gewissermaßen ein "Quasi-Standard" etabliert und die Umstellung auf den finalen IEEE-Standard per einfachem Software-Update dürfte sichergestellt sein, erklärt Schöllhammer weiter. AVM selbst habe bewusst beim "Draft-1-Rennen" nicht mitgemacht und präsentiert auf der CeBIT als neuen Flaggschiff-Router die FRITZ!Box WLAN FON 7270, der als erstes AVM-Gerät WLAN nach 802.11n unterstützt und auf den Draft-2-Spezifikationen aufsetzt.

Während einige Hersteller ihre 802.11n-Produkte mit fantastischen Datenraten von bis zu 300 MBit/s anpreisen, hält AVM nach eigener Aussage wenig von solchen Marketing-Strategien, die die bei WLAN besonders ausgeprägten Unterschiede zwischen Brutto- und Netto-Datenraten unterschlagen - die Netto-Geschwindigkeiten liegen beim WLAN deutlich unter Hälfte der Brutto-Datenraten.

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