Informationen

Weltweite Strichcode-Anwendungen für Handys

Auf der Suche nach einer Lösung für alle Nutzer
Von Marie-Anne Winter
AAA
Teilen

Die Idee, das Handy zum Lesen von Strichcodes zu benutzen, ist nicht neu. Ein kanadisches Team beispielsweise tüftelte Strichcodes aus, um das Aufrufen von Internet-Adressen mit dem Handy zu vereinfachen. Auch zum Bezahlen per Handy wurden bereits Strichcodes eingesetzt. Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD [Link entfernt] ) wird die Branche nun in London über die Möglichkeit beraten, wie Handys mit Strichcode-Lesern weltweit für den Werbemarkt erschlossen werden könnten.

Dabei sollen die Nutzer - wie bei den bisherigen Ansätzen auch - per Handykamera spezielle 2D-Strichcodes auslesen, die auf Werbeanzeigen oder Produktverpackungen angebracht sind. Über den jeweiligen Code gelangen sie dann zu zusätzlichen Informationen zum Produkt oder zu auch Sonderangeboten. In Japan und Südkorea gibt bereits derartige Angebote, die von den dortigen Mobilfunk-Nutzern gut angenommen würden. Was jetzt noch fehle, sei eine übergreifende Technologie, die es ermögliche, mit jedem Handy jeden Strichcode zu lesen und dann die notwendigen Daten aus dem Internet abzurufen.

Das heutige Treffen wurde von dem IT-Konzern Hewlett-Packard (HP) und dem Werbeunternehmen Publicis angeregt. Unter den Teilnehmern sollen unter anderem die Branchengrößen Nokia, Ericsson, Vodafone und die Deutsche Telekom sein. Der US-Chemiekonzern DuPont kündigte bereits an, Konsumgüter mit 2D-Strichcodes auszuliefern. Dank der Vorarbeit von Mobilfunk-Anbietern wie NTT Docomo und China Mobile habe man bereits einige grundlegende Normen in diesem Bereich, auf die man nun aufbauen könne.

Wie der HP-Experte Kindberg sagte, sei es wegen des höheren Wettbewerbsdrucks auf den Mobilfunkmärkten in anderen Länder schwieriger, sich auf eine Technologie zu einigen. Dazu solle nun das HP-Publicis-Bündnis beitragen. 2D-Strichcodes seien nicht nur für Werbung interessant, sondern würden ganz allgemein Verbindungen zwischen der physischen und elektronischen Welt erzeugen.

Teilen

Weitere Artikel aus dem Themenspecial "Handy, PDA & Co."