Expansion

Iridium baut Satellitennetz aus

Netzbetreiber investiert rund 2 Milliarden Dollar
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Das erste und nach wie vor einzige weltweit flächendeckende Satellitenhandy-Netz Iridium ist auf Erfolgskurs. Obwohl die Preise für Verträge und Prepaidkarten in den letzten Jahren eher höher statt niedriger wurden, zählt das Unternehmen nach einem Bericht des Wall Street Journal inzwischen 175 000 Kunden. Diese können weltweit telefonieren und Paging-Dienste nutzen, auch in entlegenen Regionen, die von den terrestrischen Mobilfunknetzen nicht abgedeckt werden.

In den letzten Jahren hat Iridium seine Dienste außerdem auf den SMS-Versand und einen - wenn auch schmalbandigen - Internet-Zugang erweitert. Nun will die Firma erneut ihre Angebote erweitern. Neben breitbandigen Online-Diensten sollen die Kunden beispielsweise unabhängig vom Aufenthaltsort jederzeit aktuelle und regionale Wetterkarten abrufen können. Darüber hinaus sollen verstärkt auch wieder potenzielle Nutzer außerhalb der USA angesprochen werden.

Zur Realisierung der ehrgeizigen Pläne plant Iridium nach Angaben des Wall Street Journal, rund 2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 1,52 Milliarden Euro) in den Ausbau und die Modernisierung seines Satellitennetzes zu investieren. Insgesamt 66 Satelliten werden benötigt, um die weltweit flächendeckende Versorgung mit dem Handynetz zu ermöglichen.

Was fehlt sind nach wie vor kleine, handliche Handys. Das aktuell verkaufte Motorola-Modell 9505 wurde noch zu Zeiten vor der Pleite der ersten Iridium-Gesellschaft produziert und später nur noch softwaremäßig modifiziert. Ein angedachtes deutlich kleineres Gerät wurde nur noch in Form von Prototypen in einer Kleinserie produziert. Neue Iridium-Handys wird es wohl erst dann geben, wenn die noch auf Lager liegenden Telefone abverkauft sind.

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